Die Welle rollt Wie wir die Nation endgültig entsorgt haben, wo die falschen Opfer in »Verschiss« geraten, und wie sich alles umdreht

Der satirische Wochenrückblick mit HANS HECKEL
23.11.19

Können Sie sich noch an den Sommer 2006 erinnern, als die Fußball-WM in Deutschland zu Gast war, also sozusagen die ganze Welt? Was hatten wir für einen Spaß. Ja − wir! Für die „Elite“ der Republik war es dagegen ein Albtraum. Ein ganzes Volk feierte in Schwarz-Rot-Gold mit dem Rest der Menschheit; gastfreundlich und selbstbewusst präsentierten sich die Deutschen als Nation und wurden dafür rund um den Globus geliebt.
Offensichtlich hatten die emsigen Entdeutscher da etwas übersehen, was ihnen im „Sommermärchen“ von 2006 um die Ohren geflogen ist. Eigentlich hatten sie doch alles plattgemacht, was die Deutschen noch mit ihrer Nation verband und als Gemeinschaft empfinden ließ, nur den Fußball hatten sie vergessen. Er wurde zum Schlupfloch des Patriotismus.
Diese Scharte ist nun ausgewetzt. Die Nationalmannschaft wurde in „Die Mannschaft“ umgetauft und Deutschland so gleichsam zum weißen Fleck auf der Fußballweltkarte gemacht. Die Trikots weisen folgerichtig kaum ein Fleckchen der Nationalfarben mehr auf, und spätestens mit der Özil-Affäre hat man allen Deutschen mitgeteilt, dass diese „Mannschaft“ mit ihrem Land tatsächlich nicht mehr viel anzufangen weiß − es sei denn, man sucht nach jemandem, den man beschimpfen kann, wie es besagter Erdogan-Fan tat.
Beim Qualifikationsspiel zur Europameisterschaft in Mönchengladbach wurde nun sichtbar, wie erfolgreich die Zerstörung des letzten Ventils für vaterländische Wallungen geraten ist. Tausende Fanplätze gegen Weißrussland blieben leer, lau und mau die Stimmung auf den Rängen ebenso wie in dieser merkwürdigen „Mannschaft“. Da jubelte, feierte oder fieberte nichts und niemand mehr. Es ist geschafft.
Damit ist der Fußball endlich auf der Höhe unserer Zeit angekommen. Schon die Feier zum 30. Jahrestag des Mauerfalls am Brandenburger Tor präsentierte sich als beliebiges „Event“ ohne Schwarz-Rot-Gold. Und die SPD in Mülheim/Ruhr versetzte die ganze Nation, Verzeihung, die ganze Gesellschaft in schallendes Gelächter mit ihrem verbockten Gedenkkranz zum Volkstrauertag. Offensichtlich hat sich keiner der Genossen die Schleife mit der Aufschrift „Den Opfern von Krieg und Verschissmuss“ angesehen, bevor sie den Kranz an der üblichen Stellen abwarfen und er so eine bundesweite Medienkarriere antreten konnte. Was besagt: Die ganze Gedenksache war den Sozis reichlich schnuppe. Das Schicksal ihres Volkes rührt sie nicht ein biss­chen.
Nun sind die Bloßgestellten sauer, sogar per Anwalt wollen die Ruhr-Genossen den Täter ausfindig machen. War es einfach nur ein Trottel oder ein Opfer der zahlreichen „Bildungsreformen“?
Nichts von beidem: Das war ein ganz Durchtriebener. Man muss nur seine Botschaft verstehen.
Das Wort „Verschiss“ kommt aus der alten Studentensprache, die heute noch in den Verbindungen gepflegt wird. In Verschiss zu sein bedeutet so viel wie in Ungnade gefallen zu sein. Mit dem dergestalt Bestraften dürfen die anderen keinen Kontakt pflegen, bis der Verschiss feierlich aufgehoben wird. Der vulgäre Ausdruck „Der hat bei mir verschissen!“ wuchs aus dieser Wurzel und bedeutet heute noch: Mit dem Kerl will ich nichts mehr zu tun haben.
Zurück nach Mülheim: Fällt Ihnen was auf? Ansonsten steht auf solchen Kränzen doch immer „Den Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft“. Fehlt was auf dem Kranz von Mülheim? Amerdings: Die Opfer des kommunistischen Terrors wurden abserviert, jene etwa, die vertrieben oder ermordet wurden, nachdem der „Faschismus“ besiegt und der Krieg vorbei war, oder die (oft als Kinder und Jugendliche) in die Zwangsarbeit nach Sibirien verschleppt wurden. Sowie jene, die von den Kommunisten nach Kriegsende in dieselben Konzentrationslager zurückgestopft wurden, aus denen sie kurz zuvor befreit worden waren, weil sie auch den neuen Herren politisch verdächtig erschienen.
Sie alle sollten nach dem Willen der Sozialdemokraten im gedenkpolitischen „Verschiss“ verschwinden, was der Schleifenmacher listig durchkreuzt, indem er sie dem Gedenken gerade dieser „Opfer des Verschissmus(s)“ widmet. Aber das hat wohl kaum einer gemerkt.
Dass der Opfer dieses Verschissmus nicht mehr gedacht werden soll, ist dem Kampf gegen Rechts geschuldet. In dessen Logik darf es von links weder Gefahren noch Verbrechen gegeben haben. Und wenn doch, sind sie aus dem Gedächtnis zu streichen. Wie sonst sollen wir den Leuten denn verständlich machen, warum die Regierung ausgewiesen linksradikale Gruppen mit Millionen Euro an Steuergeldern päppelt, um sie für den Kampf gegen Rechts aufzurüsten, der ja angeblich dem Schutze unserer Demokratie dient? Eben, dafür muss die Erinnerung an linke Gewalt­herrschaft getilgt werden.
So hat es schon George Orwell in „1984“ beschrieben: Um die Macht über Gegenwart und Zukunft zu gewinnen, kapert das Regime in dem Zukunftsroman auch die Vergangenheit, die von Experten so umgeschrieben wird, dass sie den Erfordernissen der Herrschenden nachkommt. Was der hellsichtige Brite vor mehr als 80 Jahren schon alles wusste, als er den Roman schrieb! Orwell starb mit nur 46 Jahren schon 1950, aber heute wäre er sowieso tot.
Das immerhin kann man als sein Glück betrachten, schließlich meinte er sein Buch als Warnung. Er muss nicht mit ansehen, dass er die Warnung in den Wind geschossen hat.
Komisch, nicht wahr? Millionen haben „1984“ gelesen oder die Verfilmung aus den 80er Jahren gesehen. Trotzdem scheint kaum jemand zu bemerken, wie sich die Methoden des Diktators, bei Orwell „Großer Bruder“ genannt, in unsere reale Gegenwart hineinfressen. Offensichtlich haben viele unserer Zeitgenossen ihren Orwell ganz anders gelesen, nämlich nicht als Warnung, sondern als Anleitung.
Orwell sollte nicht der letzte Schriftsteller bleiben, der auf diese Weise zum Werkzeug seiner Gegner wurde. In dem Roman „Die Welle“ hat US-Autor Morton Rhue 1981 beschrieben, wie ein Lehrer seine Schüler manisch radikalisiert. Es sollte ein Experiment sein, wie Menschen sich von einer fanatischen Ideologie einfangen lassen und am Ende jedes Gespür für Recht und Unrecht verlieren, bis jedes Mittel den Zweck der „Bewegung“ heiligt.
Nun sendet der Bezahlsender Netflix die Serie „Wir sind die Welle“, in welcher eine Gruppe politisch überkorrekter Jugendlicher mit allerhand Gewalt gegen eine Partei, die unschwer als Filmversion der AfD erscheint, gegen die Industrie und das Immobiliengewerbe vorgeht.
Das Phantastische: Rhue ging es darum, die Radikalisierung und ihre Mechanismen als Gefahr zu entlarven. Bei „Wir sind die Welle“ erscheinen die Jugendlichen, die sich selbst radikalisieren und dabei immer fanatischer werden, dagegen als Helden. Ihre Begriffe von Gut und Böse sind dermaßen platt, dass es jedem Gewaltherrscher eine Freude wäre, mit solchen jungen Leuten „zusammenzuarbeiten“.
Rhue, der mit bürgerlichem Namen Todd Strasser heißt, ist in dem Jahr geboren, als Orwell starb, und er lebt noch. Hoffentlich wird „Wir sind die Welle“ dereinst ins Englische synchronisiert, damit der gute Mann sich das Werk selbst ansehen kann. Wir wären auf seinen Kommentar gespannt.
Was für interessante Zeiten: Was einst als düstere Warnung gemeint war, wird heute als Verheißung verstanden oder sogar eifrig nachgemacht. Haben wir eigentlich noch alle Tassen im Schrank? Ich rate davon ab, nachzuzählen. Es könnte eine hässliche Überraschung dabei herauskommen. paz

Stigmatisierung & Ausgrenzung der AfD: Die Scheindebatte in der ZEIT

Die AfD zu stigmatisieren und auszugrenzen, sei eine sehr erfolgversprechende Strategie, meint Frau Verena Weidenbach in der „Zeit“. Die „Blaubraunen“ hätten tatsächlich schwer an dem Image zu knabbern, welches ihnen mit gewissem Erfolg von Altparteien und Medien-Mainstream als Etikett auf die Stirn geklebt worden sei. Und sie plädiert für ein „weiter so“. Dabei hat sie ein paar wesentliche Punkte übersehen. Die Medienkritik

https://www.journalistenwatch.com/2019/11/21/stigmatisierung-ausgrenzung-afd/

 

 

Ob du Muslim bist oder nicht, der Islam erhebt Anspruch auf dich!

Conservo

(www.conservo.wordpress.com)

Von Dr. Udo Hildenbrand

Islamkritik – grundgesetzlich geschützt

In unserer freiheitlichen Demokratie garantiert Artikel 5 Abs. 1 des Grundgesetzes „das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten“. Diese Meinungsfreiheit setzt nicht voraus, dass derjenige, der eine Meinung äußert, mit dem „Gegenstand“, zu dem er sich äußert, besonders vertraut ist. Bei einer Meinungsäußerung sind nach Art. 5 Abs. 2 GG lediglich die Vorschriften zum Schutze der Jugend und dem Recht der persönlichen Ehre sowie andere allgemeine Gesetzesschranken zu beachten.

Die Freiheit der Meinungsäußerung gilt selbstverständlich auch bzgl. Religionskritik.

Im Blick auf den Islam kann allerdings der Eindruck entstehen, dass diese Religion und insbesondere deren Stifter Mohammed nicht kritisch angefragt werden dürfen. So wird Kritik am Islam in Deutschland und Europa – offensichtlich wegen der Gefährdungslage – nur sehr zaghaft wahrgenommen. Religionskritik am Christentum dagegen – weil nichts zu befürchten ist…

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Darum hier

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben:
Nicht Mord, nicht Bann, noch Kerker
nicht Standrecht obendrein
es muß noch stärker kommen
soll es von Wirkung sein.
Ihr müßt zu Bettlern werden
müßt hungern allesamt
Zu Mühen und Beschwerden
verflucht sein und Verdammt.
Euch muß das bißchen Leben
so gründlich sein verhaßt
daß Ihr es fort wollt geben
wie eine Qual und Last.
Erst dann vielleicht erwacht noch
in Euch ein besserer Geist
Der Geist, der über Nacht noch,
Euch hin zur Freiheit heißt.

Parteitag der Grünen: Wenn Gesinnung über Wirklichkeit siegt

Griff nach der Macht

20.11.19

Gewappnet für die Führung: Stolze Zustimmungswerte für das Grünen-Spitzenduo Habeck und Baerbock
Nachdem die Schaltstellen der Gesellschaft bereits durch und durch vergrünt sind, geht es jetzt um die formelle Macht im Bund.

In der Abenddämmerung der Ära Merkel haben die Grünen mit ihrem Bundesparteitag demonstriert, dass der Morgen nach der „ewigen Kanzlerin“ ihnen gehören soll. Gegen Querschüsse aus der Basis, die den radikalen Kern der Partei allzu deutlich durchscheinen ließen, konnte sich die Führung fast vollständig durchsetzen. Die Führungsfiguren Annalena Baerbock und Robert Habeck errangen stolze Zustimmungswerte, die Stimmung war blendend.
Überschwängliche Medien, schon lange grün dominiert, jubeln der Partei zu. In Kirchen, Gewerkschaften und Universitäten, in Verbänden und den mächtigen Nichtregierungsorganisationen (NGO) ist die grüne Linie längst Mainstream. Selbst in der Wirtschaft lobhudelt so mancher der Partei hinterher. Nun, so die Botschaft des Parteitags, geht es um die letzte Hürde, um die Erringung der formellen Macht im Bund.
Gleichzeitig jedoch haben die vorwärts stürmenden Parteitags-Regisseure und -Delegierten noch etwas anderes offengelegt: Ihre Unfähigkeit, ein Land zu regieren, und ihre Unwilligkeit, den Grund dafür zu erkennen.
Die inneren Widersprüche der grünen Programmatik allein schon in der Sozial- sowie der Einwanderungs- und Asylpolitik springen ins Auge. Einerseits soll der Staat (also der deutsche Steuerzahler) jedem im Lande ein Grundgehalt zahlen, damit niemand mehr gezwungen sei, Arbeit zu suchen oder anzunehmen. Andererseits stehen die Grünen weiterhin für maximal offene Grenzen. Angesichts des Wohlstandsgefälles auf dem Planeten wäre der Zusammenbruch eines solchen Programms unabwendbar. Der Lockstoff eines solchen bedingungslosen Grundeinkommens bei offenen Grenzen würde Abermillionen von Menschen aus den Armutsregionen der Welt in Marsch setzen.
Hierin kristallisiert sich der mentale Kerndefekt der Grünen und Ihresgleichen: Sie setzen Gesinnung vor Verantwortung. Das gute Gefühl, Vertreter einer vermeintlich höheren Moral zu sein, ist ihnen wichtiger als das Schicksal der Menschen, welche die Folgen tragen sollen. Diese Haltung prägt auch die Wirtschafts- und Energiepolitik, ja, sie durchzieht das gesamte grüne Weltbild.
Grundlage dafür, dass sich diese Haltung so weit ausbreiten konnte, ist die historisch beispiellose Stabilität, in welcher die Träger der grünen Ideologie in Deutschland aufgewachsen sind. Sie halten die Grundlagen von Staat und Wohlstand, welche in Jahrhunderten mühsam aufgebaut wurden, für selbstverständliche Konstanten, nicht für stets gefährdete Errungenschaften, die es ständig neu zu festigen gilt.
Kluge Köpfe, die den Zug unserer Zeit mit der gebotenen Skepsis begleiten, haben das grüne Phänomen auf den Begriff gebracht. Sie nennen es Wohlstandsverwahrlosung. Hans Heckel

Jetzt sind »wir« dran Wofür das Justizministerium wirbt, wie die DDR-Bewohner gekidnappt werden, und wie man die Demokratie wieder loswird

/ Der satirische Wochenrückblick mit Hans Heckel
16.11.19

Werbung ist dazu da, uns zum Kauf von Produkten oder Dienstleistungen zu verführen, zur Wahl einer Partei oder zum Besuch von irgendetwas. In jedem Falle sollen wir, so das Kalkül der Werber, zu etwas bewogen werden, das wir ohne die Werbung vermutlich nicht getan hätten. Sonst wäre die Werbung ja rausgeschmissenes Geld.
Das Bundesjustizministerium wirbt neuerdings mit der Parole „Wir sind Rechtsstaat“ für … ja, wofür eigentlich? Fürs Gesetze einhalten? Meinen die, dass sie uns das extra sagen müssen? Das kann es nicht sein, wäre ja auch ziemlich dreist.
Regierungspropaganda erfüllt für gewöhnlich den Zweck, den Untertanen einzureden, dass alles in bester Ordnung sei, gerade weil es das nicht ist und die Bürger das merken. Überlastete Gerichte, ungesicherte Grenzen, ein Asylrecht, das einem Herrn Miri so allerhand erlaubt, überarbeitete Polizisten, die immer brutaler von politischen Kreisen attackiert werden, zu denen sich sogar unser Bun­despräsident hingezogen fühlt. Wir erinnern uns: Im Spätsommer 2018 hat Frank-Walter Steinmeier für ein linkes Konzert geworben, in dem die Gruppe „Feine Sahne Fischfilet“ auftrat. In deren Lied „Staatsgewalt“ funkelt die Zeile: „Die Bullenhelme, die sollen fliegen, eure Knüppel kriegt ihr in die Fresse rein.“
Recht interessant, was da über die Vorlieben unseres Staatsoberhauptes an die Oberfläche blubberte. Aber vielleicht ist ja genau das der Schlüssel zum Verständnis der Kampagne „Wir sind Rechtsstaat“. Sollen „wir“ nun richten, was die eigentlich Berufenen aus dem Staatsapparat nicht mehr hinkriegen, entweder weil sie nicht mehr können oder weil sie, siehe Steinmeier, andere „Prioritäten“ gefunden haben?
Ach nein, das hieße ja, das Bundesjustizministerium mache Werbung für Selbstjustiz. Ausgeschlossen.
Die Wahrheit dürfte viel durchtriebener sein: Wenn nämlich „wir“ der Rechtsstaat sind, dann tragen „wir“ auch die Verantwortung für alles, was in Sachen gelebter Rechtsordnung zunehmend schiefläuft. Das folgt einem bekannten Muster: Wenn sich ein Politiker bei einer Sache selbstverschuldet festgewühlt hat, erklärt er das Problem kurzerhand zur „gesamtgesellschaftlichen Aufgabe“, zur „Herausforderung, die sich an uns alle richtet“, wie etwa das Stemmen der Grenzöffnungsfolgen seit 2015: Oben wird etwas verbockt, und bei uns hier lädt man die Verantwortung für die Resultate ab.
Was mit dem „Wir“ bezweckt wird, wäre also geklärt. Was aber bedeutet eigentlich „Rechtsstaat“? Und was wäre dann sein Gegenteil, der „Unrechtsstaat“? Darüber ist man sich zunehmend uneinig. Der Justizminister von Brandenburg, Stefan Ludwig (Linkspartei), hat gegen eine gemeinsame Erklärung seiner Ressortkollegen aus den anderen Bundesländern gestimmt, welche die DDR als Unrechtsstaat bezeichnet. Seine rot-grünen Kollegen aus den drei Stadtstaaten haben sich immerhin enthalten. Auch die Ministerpräsidenten von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (SPD), und Thüringen, Bodo Ramelow (Linkspartei), sehen es ähnlich wie Ludwig.
Ludwigs Begründung: Die DDR könne gar kein Unrechtsstaat gewesen sein, weil dort „keine systematische Vernichtung von Andersdenkenden“ stattgefunden habe. Haben sich die Mauertoten beim Fluchtversuch bloß das Knie aufgeschlagen und sind dann an Blutvergiftung gestorben? Was ist mit Bautzen, Torgau, Zwangs­adoptionen von Kindern „Andersdenkender“ und so weiter?
Schwesig und Ramelow bringen vor, dass die Bezeichnung „Unrechtsstaat“ von vielen Menschen, die in der DDR gelebt hätten, als „herabsetzend“ empfunden werde. Das ist wirklich schlau. Man nennt sowas wohl am treffendsten „historisches Kidnapping“. Die Menschen, die unter dem SED-Regime leiden mussten, werden wie menschliche Schutzschilde vor eben dieses Regime geschnallt, um den Honeckerstaat vor Kritik zu schützen. Das ist dermaßen frech, dass wohl selbst denjenigen vor Überraschung der Atem stockt, die hier missbraucht werden sollen. Nämlich genau jene Menschen, die in der DDR gelebt haben und sich trotzdem nicht politisch haben korrumpieren lassen, die den Drohungen des Regimes widerstanden und die trotz eines kranken Wirtschaftssystems hart gearbeitet und (unter diesen Bedingungen) Beachtliches geleistet haben. Und die die rote Bande schließlich mutig zum Teufel jagten, obwohl sie im Fernsehen die Szenen von Peking gesehen hatten und wuss­ten, was ihnen blühen konnte.
Auch die SED-Verklärer haben es eben drauf mit dem „Wir“ − „wir“ waren SED-Staat, wir alle, die wir in der DDR gelebt haben. Ohne Ausnahme.
Ein anderer wirksamer Trick lautet: Wer die DDR als Unrechtsstaat bezeichne, verharmlose den Unrechtsstaat der Nationalsozialisten. Das sitzt natürlich, denn die Verharmlosung von NS-Verbrechen steht bekanntlich unter Strafe. So sagt Bodo Ramelow: „Der Begriff ,Unrechtsstaat‘ ist für mich persönlich unmittelbar und ausschließlich mit der Zeit der Nazi-Herrschaft verbunden.“ Wenn man das zu Ende denkt, darf keine einzige Tyrannei der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft mehr als „Unrechtsstaat“ bezeichnet werden − mit einer einzigen Ausnahme, dem Hitlerstaat nämlich.
Alles andere verschwindet unter dem Radar der Wahrnehmung. Die Feinde des Rechtsstaats lassen sich diese Chance nicht entgehen und legen los, weil niemand sie als Gefahr für Recht und Freiheit erkennt. Ist ja nicht „Nazi“. Als Erstes nehmen sie die Demokratie ins Visier. Wenn sie die nämlich gekippt haben, hat der Rechtsstaat seinen Schutz verloren.
Für die Klimarettung, so hören wir in immer kürzeren Abständen aus zahllosen Kehlen, seien die demokratischen Prozesse zu langsam und zu halbherzig. Der Gründer und Guru von „Extinction Rebellion“, Roger Hallam, hat im „Spiegel“ vergangenen September dekretiert, das Klima-Thema sei „größer als die Demokratie“. Mit Blick auf unsere klimatische Sündhaftigkeit haut er auf den Tisch: „Wenn eine Gesellschaft so unmoralisch handelt, wird Demokratie irrelevant.“ Also weg damit. Stattdessen predigt er „direkte Aktionen“.
Das Volk ist also nicht bloß zu dumm, es ist auch sittlich zu verdorben, um noch als Souverän infrage zu kommen. Was herauskommt, wenn Leute wie Hallam die Macht ergreifen, kennen wir aus der Geschichte. Nur dass wir das eben nicht mehr als „Unrechtsstaat“ bezeichnen sollen. Allerdings müssen wir das auch gar nicht. Es gibt einen anderen, ebenso passenden Begriff für das, was Hallam und Co. anstreben. Er lautet Faschismus.
Hallam hat alles, was man für dessen Errichtung benötigt: Die Überzeugung, dass der Pöbel eine strenge Hand benötigt, und das Schreckgemälde einer unmittelbaren tödlichen Bedrohung, mit der er jede erdenkliche Willkürmaßnahme rechtfertigen wird.
Der Brite ist weder allein noch der erste demokratiefeindliche Klimaretter: „Wir benötigen eine autoritäre Regierungsform, um den Konsens der Wissenschaft zu Treibhausgasemissionen durchzusetzen“, forderten die Australier David Shearman und Joseph Wayne Smith in ihrem Buch „Der Klimawandel und das Scheitern der Demokratie“ schon vor mehr als zehn Jahren.
Aber vielleicht hat so eine Diktatur ja tatsächlich was Gutes. War der SED-Staat womöglich doch ein Paradies? Kanzlerin Merkel sagte zum 30. Jahrestag des Mauerfalls: „Keine Mauer, die Menschen ausgrenzt und Freiheiten begrenzt, ist so hoch oder so breit, dass sie nicht doch durchbrochen werden kann.“ Das ist doch interessant. Laut Merkel hat die Mauer also nicht eingesperrt, sondern Leute, die reinwollten (in die DDR), „ausgegrenzt“. Das ist original SED-Lesart: Der „Schutzwall“ diene lediglich dem Schutz gegen Eindringlinge von draußen. Aus welchem ideologischen Teich fischt Frau Merkel eigentlich ihre Erkenntnisse? paz

+++ »Dafür sind die Menschen ’89 nicht auf die Straßen gegangen und haben Kopf und Kragen riskiert!« +++

Jörg Meuthen | Willen zur Freiheit nicht unterschätzen!
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vor 1 Tag

 

Jörg #Meuthen, Vorsitzender der #AfD-Delegation im EU-Parlament, antwortet anlässlich der Gedenkveranstaltung „30 Jahre Fall der Mauer“ Bundestagspräsident Wolfgang #Schäuble.

 

 

Die soziale Eindringfähigkeit der antiautoritären Transformation

26. Oktober 2019


Mit dem Zerfall der autoritären Familie, angeführt vom Angriff der äußersten Linken auf die Autorität des Vaters im Familienleben, ging die Invasivität der Emotionellen Pest einher, die in der amerikanischen Gesellschaft heute so weitverbreitet und unerbittlich ist. wie sie unerkannt bleibt. Hier die destruktiveren sozialen Folgen der antiautoritären Transformation:
Der Niedergang des Patriotismus bei jungen Menschen. Laut einer Gallup-Umfrage, die kurz vor dem 4. Juli dieses Jahres veröffentlicht wurde, war der Anteil der Befragten, die sich als Amerikaner „extrem stolz“ fühlten, der niedrigste in der 18-jährigen Geschichte der Umfrage – nur 47%, im Vergleich zu 70% im Jahr 2003. Die Umfrage ergab, daß „je jünger man ist, desto unwahrscheinlicher ist es, daß man sagt, Patriotismus sei ein ‚sehr wichtiger‘ Wert“.
Aus biopsychiatrischer Sicht leben junge Menschen, die nicht in Kontakt mit der glücklichen Fügung sind, in Amerika zu leben, und dafür dankbar sind, und die nicht stolz darauf sind, Amerikaner zu sein, in einem besorgniserregenden Zustand der Ahnungslosigkeit. Sie haben wenig oder gar keinen emotionalen Kontakt zu ihrem biologischen Kern. Die große Gefahr für alle Amerikaner besteht darin, daß die Unfähigkeit dieser Jugendlichen, Dankbarkeit zu empfinden, sie unfähig macht, die Freiheit zu verteidigen, so zu leben, wie sie wollen, sollte die Bedrohung für Amerika jemals real werden.
Der Anstieg der Selbstmordrate bei jungen Menschen. Die Selbstmordrate unter jungen Menschen im Alter von 10 bis 14 Jahren ist laut dem Bericht des Centers for Disease Control and Prevention zwischen 2007 und 2014 um 56% gestiegen. Seit 2007 sind die Selbstmordraten im folgenden Jahrzehnt in allen Altersgruppen und ethnischen Gruppen gestiegen.
Kinder- und Jugendpsychiater können den Grund für die steigende Selbstmordrate nicht genau angeben. Es werden keine Informationen über die Frühgeschichte oder das Familienleben dieser jungen Menschen gegeben. Faktoren, die für ihre emotionale Entwicklung entscheidend sind. Über die emotionale Destruktivität für Jugendliche, die sich aus dem fehlenden Kontakt mit Personen ergibt, von denen elterliche Autorität ausgeht, was heute typisch für antiautoritäre Familien ist, wird kein einziges Wort gesagt. Schlimmer noch: linke Ideologen werden niemals für den Schaden zur Verantwortung gezogen, den sie anrichten, wenn sie systematisch das angreifen, was bis heute von der elterlichen Autorität unberührt geblieben ist.
Die Hilflosigkeit der psychiatrischen Fachkräfte. Die Menschen, die für die Bewältigung der sozialen Probleme verantwortlich sind, die sich aus der antiautoritären Transformation ergeben, können ihre Arbeit nicht effektiv erledigen, da ihnen die Befähigung zum funktionellen Denken hinsichtlich der sich abspielenden sozialen Ereignisse abgeht. Notwendig ist eine Denkweise – funktionelles Denken – die der Funktionsweise der Natur entspricht. Sie ist Teil der Wissenschaft soziale Orgonomie.

Charles Konia, M.D.