Zwischen den Jahren – und inmitten anderer staatstragender Ansprachen – sieht sich auch Bundestagspräsident Schäuble, zweiter Mann im Staate, berufen, Grundsätzliches zu sagen, und zwar zu seinem Verständnis der Identität der deutschen Gesellschaft.

Gottfried Curio

 

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23 Std. ·
Zwischen den Jahren – und inmitten anderer staatstragender Ansprachen – sieht sich auch Bundestagspräsident Schäuble, zweiter Mann im Staate, berufen, Grundsätzliches zu sagen, und zwar zu seinem Verständnis der Identität der deutschen Gesellschaft. Für seine Botschaft wählte er die linksextreme Berliner ‚taz‘ – bezeichnend für eine CDU, die damit wieder einmal ihre eigene beliebig fluktuierende Identität bekundet. Vielleicht ist es ja aber auch nur eine Frage des „Zusammenhalts“, sich so mit Merkels gesellschafts-sprengendem Bevölkerungsexperiment bei linken Gazetten anzubiedern.
Schon mit seinem Eingangsstatement will der Text den Leser in die Irre führen: „Wer in einer Gesellschaft die Identitätsfrage stellt, fragt nach dem Zusammenhalt.“ Angesichts all der durch die Migrationspolitik hervorgerufenen Fehlentwicklungen bei Sozialsystemen, innerer Sicherheit, Bildung und Demographie haben viele Bürger Sorgen um die Sicherung unseres Gesellschafts- und Rechtssystems, unserer finanziellen Autonomie und unserer sozialen Wohlfahrt. Gegen diese nur allzu berechtigten Sorgen der deutschen Bevölkerung nach Wahrung ihrer über Jahrhunderte gewachsenen nationalen und kulturellen Identität ruft er den einschlägigen framing-Begriff aller Schönredner der Migrationspolitik auf: den sog. ‚Zusammenhalt‘. Dies soll von vornherein eine Debattenverschiebung bewirken und Kritiker zu Problemfällen machen: wer diesen ‚Zusammenhalt‘, angesichts egal welcher Probleme auch immer, nicht um jeden Preis als Priorität behandelt, der ist wohl das eigentliche Problem; so soll es dieser eigens zur Oppositionsbekämpfung erfundene Un-Begriff suggerieren. Wer jetzt noch weiter stört, auf den dürfte Herrn Haldenwangs Regierungsschutz (früher bekannt als Verfassungsschutz) ein Auge haben.
Schäuble warnt vor einem Verlust der rechten „Balance“ beim Zugehörigkeitsgefühl – unterschlägt aber, dass es seine CDU war, die das gesellschaftliche Gleichgewicht durch eine grenzenlose Zuwanderungspolitik mutwillig gekippt hat. Er meint zu spüren, dass Gesellschaften unter den Bedingungen der Globalisierung „heterogener, unübersichtlicher und konfliktreicher werden“ – die ‚werden‘ aber nicht konfliktreicher, sondern sie wurden konfliktreich gemacht, und zwar von Herrn Schäubles Kanzlerin. Nach der ursächlichen politischen Weichenstellung aber – nach der soll nicht gefragt werden; schon gar nicht danach, ob und wie dies mit einer alternativen Politik rückgängig zu machen sei; nein – vielmehr soll die ganze Merkel-Politik als zwangsläufige geschichtliche Entwicklung erscheinen (Tenor: ‚das ist eben die Globalisierung‘, man erinnert sich an Merkels ‚Grenzen kann man im 21. Jahrhundert eben nicht mehr sichern‘); als ein Strom, auf dem man entweder mitschwimmt oder der einen fortreißt. Hier wird die Mär der Alternativlosigkeit von Merkels Politik fortgesponnen – was natürlich schon ein flüchtiger Blick ins nahe europäische Ausland (etwa die Visegrad-Länder) widerlegt.
Jenen, die festhalten wollen an einer bewährten gesellschaftlichen Ordnung, an einer historisch gewachsenen Identität, an einem Staat, der sein Handeln an Rechtsstaatlichkeit und nationalen Interessen orientiert, – denen wird in infamer Weise „Verachtung“ und ein „Überlegenheitsanspruch“ unterstellt. Vor allem die identitätsbewussten Ostdeutschen werden beleidigt: „Mancher pflegt geradezu den eigenen Opferstatus.“ Eingeleitet wird dies durch die inzwischen schon traditionelle ‚der Ossi muss zum Psychiater‘ – Nummer all derer, die sich über das ‚Pack‘ aufregen; dieses ‚Pack‘, das wohl eben nur „Kränkungen“ und „Mangel an Anerkennung“ erlitten hat; merke: wer sich nicht bedingungslos (‚alternativlos‘ …) der Merkel-Politik fügt, hat eine posttraumatische Belastungsstörung und gehört auf den Diwan. Dass den Ostdeutschen vielleicht einfach die Regierungspolitik nicht passt, sie diese falsch und verheerend finden, sie auf schnellstmögliche Änderung durch eine alternative Politik aus sind – all dies soll durch diese bekannte arrogante Pathologisierungsstrategie verdeckt werden. Die Ostdeutschen sollten doch, so wird ihnen in wohlwollender (Schein-)Umarmung dann noch mitgeteilt, lieber „darauf verweisen, den Menschen im Westen eine wertvolle Erfahrung vorauszuhaben: die Anpassung an massive gesellschaftliche Umwälzungen“. Dass die ehemaligen DDR-Bürger sich aber nicht dem System angepasst hatten, sondern vielmehr gerade eine gesellschaftliche Umwälzung gegen ihre Regierung herbeigeführt haben – das soll durch die Umdeutung und Falschdarstellung der friedlichen Revolution vergessen gemacht werden (stattdessen wird scheinheilig der fake-Begriff einer geleisteten ‚Anpassung‘ anempfohlen).
Jenen gesellschaftlichen Zusammenhalt, wie er sich in historisch gewachsenen Nationen finden lässt, tut Schäuble als „eine der wirkmächtigsten Fiktionen von Zugehörigkeit“ ab: das deutsche Volk – eigentlich Souverän des Staates – wird vom zweiten Mann dieses Staates kurzerhand zur bloßen Fiktion dekonstruiert, um dann dazu überzuleiten, dass Identitäten formbar seien: das Nationalgefühl sei erst noch „zu weben“; es brauche jetzt eine „Erzählung, eine Aufgabe“. „Zu weben“, „Aufgabe“ – diese futurischen Begriffe sollen suggerieren, der Entwurf einer Nationalidentität stünde nach den Verheerungen durch die Merkelsche Zuwanderungspolitik tatsächlich jetzt erst an; in Kenntnis der Abschottungs- und Segregationstendenzen der muslimischen Zuwanderer sowie der no-go areas der Clan-geprägten Stadtviertel, werden wir gleich aber noch ein wenig ernst an die Hand genommen, dass bei Identifikationsangeboten an solche ‚Neubürger‘ dann auch daran gedacht werden müsse, dass diese „nicht selten aus Gemeinschaften mit starker eigener Identität zu uns kommen“. Und angesichts all der Zustände von bildungsfernen Migranten, die dabei sind, sich weit überproportional in die Demographie auf deutschem Boden einzuschreiben, angesichts von Zuwandererkindern, die schlecht Deutsch sprechen, und einer verheerenden Zuwanderer-Kriminalitätsstatistik, angesichts einer verbreiteten Gesinnung eines fundamentalen Bezugs auf den Koran mit seinen streng verfassungsfeindlichen Gewaltaufrufen und freiheitsfeindlichen Gesellschaftsvorstellungen – angesichts all der integrationsunwilligen Neuankömmlinge „mit starker eigener Identität“ wird uns in entwaffnender Selbstaufgabe auch gleich noch zugerufen: unser Ziel müsse es deshalb sein, dass „niemand seine eigene Identität, seine kulturellen Wurzeln aufgeben“ müsse (eine Vorwegnahme sowieso scheiternder Integration); unsere Rolle aber – die Rolle derer, die schon länger hier sind – wird schon ganz klar aufgezeigt: wir dürfen nämlich doch bitte „offen genug“ sein, „um uns als Teil eines Gemeinwesens zu fühlen“. Man kann sich einer integrationspolitischen Träne kaum erwehren – soviel Zusammenhalt war selten.
Sollte der Leser noch im Zweifel sein, ob er sich damit abfinden soll, dass es mit deutscher Identität nicht mehr weit her ist (und zeitgemäß sowieso nicht) und deren Verlust daher auch nichts Beklagenswertes, so ist nun aber auch noch die Aufzeigung einer besseren, neuen, höheren ‚Identität‘ im Angebot. Auf der Suche nach einer Platzhalter-Identität, die das „Bedürfnis nach Zugehörigkeit“ befriedigen kann, hat Schäuble nämlich eine „europäische Identität“ als „Bekenntnisidentität“ ausgemacht; man müsse nur, „Europa als dieses identitätsstiftende Gemeinschaftsprojekt sichtbar und begreifbar“ machen. Nun, das sollte doch fast nur noch eine Fußnote in diesem neuen Framing-Handbuch sein. Denn nicht die Deutschen und ihre Eigenart, immerhin Gegenstand des Amtseides, sollen nach Schäuble eben jetzt Ausgangspunkt und Zweck der Politik sein, sondern das Ziel heißt europäische Einigung und Globalisierung. Um diese ’neue Identität‘ zu festigen, braucht es also diese „Erzählung“, das also ist die „Aufgabe.“ Im Klartext heißt das: Es werden Multikultimärchen erzählt, Merkel sucht sich Integrationsaufgaben für die Deutschen aus, und das Ganze wird dann – wenn wir gefälligst nur offen genug sind – schon irgendwie identitätsstiftend wirken. Wie vorausschauend auch, dass wir erfahren: „Konflikte“ – gelte es „auszuhalten“. Um welche „Gemeinschaften“ und um welche „Konflikte“ es sich handelt, zeigt aber eben am klarsten ein Blick in die polizeilichen Kriminalstatistiken und in die verwahrlosten Schulen einer zugrundegehenden ehemaligen Leistungs- und Kulturnation.
Was für ein Schauspiel, wenn der zweite Mann im Staate sich anschickt – mittels einer Anhäufung trügerischer Worthülsen –, eben diesen Staat begrifflich zu liquidieren.

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Vogt: Schützenwesen und AfD unvereinbar Bundesschützenmeister sieht in der Partei einen Widerspruch zu christlichen Werten

Aachener Nachrichten, 30.12.2019
Vogt: Schützenwesen und AfD unvereinbar
Bundesschützenmeister sieht in der Partei einen Widerspruch zu christlichen Werten

 


Düsseldorf:
Der Vorsitzende des Dachverbands der katholischen Schützenbruderschaften regt eine Unvereinbarkeitserklärung mit der AfD an. „Der Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften sollte ernsthaft darüber nachdenken, eine Mitgliedschaft in der AfD für unvereinbar mit unseren christlichen Werten zu erklären“, sagte Bundesschützenmeister Emil Vogt.
„Der Begriff, Heimat“ war auch bei uns lange einfach zu selbstverständlich“, ergänzte Vogt: „Wir sind davon ausgegangen und haben uns darauf verlassen, dass unsere Feste schon reichen werden, um unseren Heimatbegriff bei den Menschen zu verankern.“ Man habe zum Beispiel den Neuzugezogenen zu wenig Aufmerksamkeit gewidmet. „ Dass jetzt Populisten und Nationalisten diesen Heimatbegriff für sich auszuschlachten versuchen, zeigt auch unser Versäumnis.“
Anlass für Vogts Überlegungen ist unter anderem ein Flugblatt der AfD-Bundestagsfraktion in der Debatte um eine Verschärfung des Waffenrechts.

Ein Kasper Silbereisen mit Bart macht noch lange keinen Sascha.

Ein Kasper Silbereisen mit Bart macht noch lange keinen Sascha.


Die neue Zielvorgabe des ZDF ist eine Ohrfeige für die meisten Zuschauer dieser Serie.
Scheibchenweise wurde die Sendung auf eine neue Spur gebracht, die der heutigen Zeit angeblich entsprechen soll.
Der Name des Traumschiffs das traditionell den Namen „Deutschland“ trägt wurde zuerst geändert. Die Deutschen sollen keine Identität mit diesem Schiff entwickeln, schon gar nicht mit diesem Wort. Das Wort verschwand mit einem Federstrich.
Die Deutschlandfahne am Heck verschwinden zu lassen, war dann ein weiterer Streich der Neugeistlichen. Steril, neutral, möglichst namenlos und ohne eine nationale Identität.
Das die Vermutung, den Zuschauern die Probleme der Welt mit schönen Bildern näher zu bringen, die Neugeistliche Order ist wurde sichtbar. Die Politik mischt sich schleichend in die Mediengestaltung ein und der Zuschauer reagiert mit Zorn.
Eine Welt voller Probleme ohne den Scharm und Witz der alten Folgen in das Traumschiff zu frachten war eine schreckliche Erkenntnis. Der Zuschauer konnte nicht mitentscheiden, was da das ZDF zusammen murkste, es sich erdreiste das zu präsentieren.
Die meisten Fans dieser Serie wollten losgelöst von den Problemen dieser Welt zumindest für einen kurzen Augenblick abtauchen und dem Charme dieser Serie erliegen und nötige Erklärungen zu den schönen Traumzielen aufsaugen. Das gehört seit dem Tod von Herrn Wolfgang Rademann der Vergangenheit an. Die neugeistliche Serie ist verkommen.
Plumpe Szenen ohne den gewohnten Charme wirkten stümperhaft und billig. Schöne Darstellungen wirken nicht, wenn die nötige Essenz einer liebevollen Dialoginszenierung untergeht und der beste Schauspieler fade und leer wirkt.
Ein Kasper Silbereisen mit Bart macht noch lange keinen Sascha. Diese Kasperfigur ist für die Komik und für die Musik die richtige Besetzung, aber nicht für die Position eines Kapitäns. Die gequälten Einlagen seiner zu manifestierenden Autorität war an den Haaren herbeigezogen, so dass es in den Augen weh tat. Silbereisen versagt in dieser Position und wird niemals der Rolle eines Kapitäns gerecht werden. Seine Talente, die er durchaus hat, sind nicht mit der Rolle eines Kapitäns zu vereinbaren. Ein sofortiges Handeln ist notwendig, bevor die Serie implodiert.
Nein, die neuen Handlanger zerstören diese Serie und das verlangt nach einem nachhaltigen offenen Protest der Zuschauer. Der neue Regisseur und die Auswahl der Schauspieler sind die ersten Baustellen, verbunden mit einer kompletten Rückbesinnung. Der Zuschauer sucht gegenwärtig das Balsam für die eigene Seele in dieser Serie vergebens. Gute deutsche Schauspieler gibt es genügend, auf österreichischer und auf deutscher Seite, individuelle Persönlichkeiten mit Charme und Liebreiz.
Sascha Hehn wusste darüber zu berichten und stand zum Schluss vor vollendeten Tatsachen. Er hatte die richtige Entscheidung für sich getroffen. Mediale Vorgaben mit neugeistlichen Ideologien sind zu stark für eine Person.
Die Themen waren langweilig, die schwulen Einlage nicht unbedingt ein Thema für das Traumschiff. Warum werden Themen aufgegriffen, die die Gesellschaft als Randerscheinung anerkennt, aber die öffentlichen Medien integrieren solche Randthemen massenhaft und permanent in die meisten Serien. Man soll sich gefälligst daran gewöhnen und bei jeder passenden Gelegenheit darüber nachdenken, so kommt es herüber. Die Serie, Der Bergdoktor, ist bisher noch von solchen erzwungen gesellschaftlichen Erziehungsmaßnahmen verschont, vermutlich alles eine Frage der Zeit. Der Zuschauer sollte mehr Mitspracherecht haben als bisher. Der Zuschauer bezahlt mit den fragwürdigen Gebühren die Masse an schlechten Sendungen. Wer die Musik bezahlt, sollte auch bestimmen was gespielt wird.

Positiv erscheint mir die Besetzung des Kapitäns in zweiter Reihe. Er hat Format und seine Stimme und seine Darstellung war überzeugend. Ein echter Kapitän, der auch ohne Bart Respekt verkörpert.

H.Schmidt, Frau Wussow wurden ihrer Rolle nicht gerecht. H. Schmidt wirkt zu aufgesetzt und Frau Wussow wirkt zu streng und ihre frühere Lieblichkeit ist im Ansatz nicht mehr zu erkennen. Wenn sich der Zuschauer anstrengen muss, wie er mit den neuen Besetzungen klarkommt, der schaltet irgendwann ab. Die Ideen und die glückliche Hand, das Gespür für das was der Zuschauer verlangt fehlen in der Breite und in der Tiefe.
In diesem Zusammenhang nochmals recht herzlichen Dank an das ZDF, das zur Weihnachtszeit ein Programm geboten hat, daß mit Intrigen, Blut und Mord eine feste Größe war und mit einseitigen Berichterstattungen aus der ganzen Welt und aus dem Inland seinem Auftrag gerecht wurde.

Auslaufmodell, wohin man auch schaut, wie gut daß es echte Alternativen gibt.

Der Kritiker

(Artushof)

Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen. Und da die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Laßt uns nun gehen gen Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der HERR kundgetan hat.…

Ich wünsche allen ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes und glückliches neues Jahr.

Herzliche Grüße

Artushof

Nec Temere – Nec Timide

Reiches Deutschland

„Soziale Gerechtigkeit“ wird endlich global: Deutsche Sparer und Rentner sollen in die halbe Welt zahlen

Der Wochenrückblick
14.12.19

Manchmal kommt man einfach nicht mehr mit. Die Zeiten sind so schnell geworden und alles ändert sich immerzu. Als der Verfasser dieser Zeilen das Thema Politik entdeckte, es waren die 1980er Jahre, haben wir uns auch schon über Alterung und Schrumpfung des deutschen Volkes unterhalten.
Damals gaben sich die grün gestimmten Altersgenossen nicht nur unbesorgt wegen des demografischen Niedergangs, nein, sie begrüßten ihn sogar. Begründung für ihre Zuversicht: Das kleine Gebiet der damaligen Bundesrepublik sei mit mehr als 60 Millionen Menschen sowieso viel zu dicht bevölkert, um jemals ökologisch in Ordnung zu kommen. „Experten“ (Ja, die gab es damals auch schon!) hätten nämlich errechnet, dass hier höchstens 40 Millionen Leute Platz hätten, damit die Natur auf unserem eng bemessenen Gebiet nicht gänzlich zugrunde gehe.
Heute leben auf dem Gebiet der Alt-Bundesrepublik wohl bald 70 Millionen, doch dieselben grünlinken Vertreter sagen: Deutschland braucht mehr Einwanderung. Ist unsere Natur in den vergangenen 30 Jahren so viel stärker geworden?
Kaum, aber seit Windrad und Co. interessiert die Natur nicht mehr so sehr. Wer mit dem Schutz der „Heimat“ gar vor Übervölkerung warnt, ist daher ein Nazi. Wozu benötigen wir die Einwanderer? Unter anderem, um die Rentenkasse zu füllen. Zumindest erzählt man das den Deutschen.
Wie jetzt allerdings herauskam, müsste Deutschland die geplante Grundrente auch an Ausländer zahlen, welche nur einen Teil ihrer notwendigen 35 Beitragsjahre in der Bundesrepublik gearbeitet haben. Heißt: Der Rumäne oder Brasilianer, der nur ein paar Jahre bei uns gearbeitet und Rentenbeiträge bezahlt hat, bekäme die volle Grundrente, auch wenn er die allerlängste Zeit in Rio oder Bukarest berufstätig war.
Finanzieren will Finanzminister Olaf Scholz die Grundrente mit einer Steuer auf Aktienkäufe. Gute Idee: Durch diesen Dreh finanzieren Deutsche, die fürs Alter in Aktien sparen oder über ihre Betriebs- oder Riesterrente oder ihre Kapitallebensversicherung in Aktienfonds stecken, das Ruhegeld für Rumänen, Brasilianer und andere Ausländer, welche bloß ein paar Jahre bei uns malocht haben. „Soziale Gerechtigkeit“ kann eben nur global gedacht werden. Dank unserer Regierung dürfen Sie dem Wort „Globalisierungsverlierer“ demnächst eine weitere Bedeutung hinzufügen.
Die Sogwirkung dieser Regelung dürfte beträchtlich ausfallen, wenn das erstmal weltweit bekannt wird. Über mangelnde weitere Einwanderung müssen wir uns dann erst recht keine Gedanken mehr machen, nachdem uns unser Sozialstaat bereits zum Traumland für Millionen hat aufsteigen lassen. Da Deutschland bekanntlich „ein reiches Land“ ist, können wir uns das ja auch leisten.
Wer die Unendlichkeit unseres Reichtums in Zweifel zieht, bekommt Probleme. So wie der Kabarettist Uwe Steimle. Dessen Sendung „Steimles Welt“ hat der MDR abgesetzt, weil, wie der „Focus“ schreibt, der 56-Jährige mit „Provokationen“ und „rechten Sprüchen“ aufgefallen sei. So hat Steimle die „Erklärung 2018“ unterzeichnet, die sich gegen „illegale Masseneinwanderung“ aussprach. Später hat er die Unterschrift zurückgezogen. Nützt ihm aber nichts.
Und überhaupt: Ein Kabarettist, der „provoziert“? Klaus Kleber hat der Sachse Steimle als den „Karl-Eduard von Schnitzler der BRD“ bezeichnet, „zusammen mit seiner Marionetta Slomka“. Das war denn doch wirklich zu viel. Der MDR schmiss ihn raus, nicht, ohne bei der Gelegenheit ein donnerndes Bekenntnis zur Meinungsfreiheit abzulegen, die „ein hohes Gut“ sei. Verblüffend, was in unserer Zeit alles zusammenpasst.
Und was nicht recht harmonieren will, dass fügt irgendwann der Gewöhnungseffekt zueinander. So gehören für uns die Panzersperren heutzutage genauso zu den Weihnachtsmärkten wie Glühwein und nervige amerikanische Weihnachtsmusik in Endlosschleife. Allerdings legen wir und unsere Aufseher Wert darauf, dass niemand erwähnt, vor wem genau uns die Brocken schützen sollen. Wer das ausplaudert, der „provoziert“.
Provozieren will natürlich niemand. Um eine Provokation zu umgehen, ist der Münchener Stadtrat sogar zu einer beispielhaften Verrenkung imstande. Die bayerische Metropole gelte als die sicherste Stadt Deutschlands, wird beteuert. Daher habe niemand Grund, sich nachts in Gefahr zu fühlen.
Dennoch wollen die Stadtoberen einen Taxigutschein für Frauen einführen, die zwischen 22 Uhr und 6 Uhr früh nach Hause fahren. Fünf Euro bekommen die Damen aus der Steuerkasse zur Taxirechnung dazu, man rechnet mit jährlichen Kosten von knapp einer Million Euro.
Viel Geld für eine Maßnahme, die, wie die Stadtoberen nicht müde werden zu betonen, eigentlich ganz unnötig ist. Aber eine Umfrage von 2016 habe leider ergeben, dass sich drei Viertel der befragten Münchenerinnen abends oder nachts unsicher fühlen. (So, so, 2016, interessantes Jahr. Wie die Umfrage wohl 2014 ausgefallen wäre? Böse Frage!)
Deutschland muss in der Tat reich sein, und München ist unter den vier Millionenstädten des Landes zweifelsfrei die reichste. Da hat man so viel Geld, dass man es sogar für ein Problem verschleudern kann, das laut heiligem Versprechen nicht nur nicht existiert, sondern das überdies auch gar nichts mit … Sie wissen schon … zu tun hat.
Doch was soll man machen: Die Frauen „fühlen“ eben Gefahr. Den Leuten zu verordnen, was sie öffentlich sagen sollen, klappt ja schon ganz gut. Nur „fühlen“ tun viele Menschen offenbar immer noch anders, als von der Obrigkeit erwünscht, ärgerlich. Dann sollte man wenigstens das Handeln der Deutschen von oben steuern, soweit es eben geht. Etwa so: In mehreren Gemeinden bekommt man mittlerweile Bonuspunkte, wenn man ein E-Auto besitzt oder noch besser gar keinen Wagen, Mitglied bei Greenpeace ist, beim Wochen- statt beim Supermarkt einkauft oder wenig Fleisch isst.
Selbstverständlich muss man das alles genau nachweisen. So werden die Bürger auf geniale Weise zu ihren eigenen Blockwarten erzogen, die ihre Überwachung selbst in die Hand nehmen.
Mit Blick auf unsere Geschichte fragen wir uns ein ums andere Mal, wie es nur dazu kommen konnte, dass dieses gebildete Kulturvolk der Deutschen jemals ein totalitäres Überwachungsregime hingenommen hat. Ja, wie nur? Wie?
Hans Heckel paz

Lamya Kaddor erklärt den Deutschen, was es heißt, Deutscher zu sein

Lamya Kaddor erklärt den Deutschen, was es heißt, Deutscher zu sein

 


Von Daniel Matissek (jouwatch), Fr. 13. Dez 2019, Titelbild: ZDF-Screenshot
„Wann ist ein Deutscher ein Deutscher?“ fragt die „liberal-islamische“ Kolumnistin Lamya Kaddor auf t-online – und gibt selbst die Antwort: Deutsch ist jeder mit deutschem Pass. Und Nazi ist nach ihrer Logik jeder, der findet, dass etwas mehr dazu gehört. Daniel Matissek antwortet der t-online-Kolumnistin.
Um Deutscher zu sein, muss man zu Deutschland dazugehören wollen, unsere Sprache, Kultur, Rechts- und Werteordnung annehmen
Dass bei vielen Einheimischen das Gefühl des Fremdseins im eigenen Land nicht dadurch schwindet, dass marodierende Banden von Jungmigranten und Clankriminellen hierzulande offiziell als „deutsche Staatsbürger“ gelten – das ist für postnationalistisch-multikulturell besessene Politiker vermutlich ebensowenig zu verstehen wie für Journalisten mit Migrationshintergrund à la Kaddor, die von sich selbst auf alle hier lebenden Migrationsstämmigen schließen.
Kaddor, Tochter syrischer Einwanderer, ist gebildet (auch wenn ihre Kolumnen gelegentlich das Gegenteil vermuten lassen), Akademikerin, gilt als vorzeige-integriert, geriert sich als moderate Islamwissenschaftlerin und ist mit einem „Biodeutschen“ verheiratet. Was sie und viele andere Migranten im Land betrifft, so war und ist Zuwanderung inklusive Zuerkennung der deutschen Staatsangehörigkeit gewiss nie ein Problem. Denn das Zauberwort zur Integration heißt Konvergenz:
BEIDE Seiten, die autochtonen Deutschen UND die Zuwanderer, sind mit den Bedingungen der Aufnahme einverstanden. Konkret: Die Migranten müssen ihrerseits den klaren Willen aufbringen, zu Deutschland „dazuzugehören“, Sprache, Kultur, Rechts- und Werteordnung zu akzeptieren – und die Deutschen verschließen sich ihnen nicht.
Integrationsmärchen aus tausend und einer Nacht
Was auf Kaddor & Co. zutreffen mag, ist jedoch bei einer großen Zahl jener „schon länger hier Lebenden“, die familiär aus dem islamischen Kulturkreis abstammen, leider nicht geschehen. Denn anders als bei den idealisierten Vorzeige-Migranten des politischen oder künstlerischen Überraums malt die Realität der deutschen Gegenwartsmigration vor allem an der Basis ein ganz anderes Bild: Die Straßen, Shoppingmalls, Shisha-Bars, Discotheken und Schulhöfe sind voll mit vor allem türkischen und arabischen Jungmännercliquen, die sich freiwillig und ganz bewusst vom verachteten, verweichlichten, „ehrlosen“ deutschen Pack abgrenzen; die glauben, sich alles herausnehmen zu dürfen, und die keinen Respekt vor Ordnungsbehörden und „Kartoffeln“ haben.

Deutscher.pngAlleine das Bild zu Kaddors Kolumne ist eine bodenlose Frechheit, t-online-Screenshot
Und so wie bei immer mehr jungen Muslimas das Kopftuch zum Symbol des antiintegrativen Protests geworden ist, ist es bei den Halbstarken ein extremer Machismo mit Kampfsport-Gewaltverherrlichung, latenter bis offener Frauenverachtung und trotzig zelebriertem „Kanak Pride“. Dass viele dieser nie Angekommenen hier geboren und offiziell „Deutsche“ sind, hat für sie selbst bezeichnenderweise die allergeringste Bedeutung (und gerade bei Türken kommt oft noch hinzu, dass viele Jugendliche der inzwischen dritten hier lebenden Generation schlechter integriert sind als ihre eigenen Eltern).
Wenn nun solche „Deutsche“ durch Bluttaten wie in Augsburg (wobei sich ähnliche Fälle tagtäglich und überall im Land ereignen, auch ohne dass es gleich Tote gibt!) schockierend drastisch unter Beweis stellen, wie wenig sie von der Kultur und Sozialisation ihres angeblichen “Heimatlandes“ für sich mitgenommen und verinnerlicht haben, dann ist es nur natürlich, dass Kritik an der Ausländer- und „Integrationspolitik“ der letzten Jahre laut wird.
Fragen, die gar niemand gestellt hat
Lamar Kaddor jedoch lenkt von dieser legitimen Frage listig ab – und unterstellt eine Geisterdebatte, die überhaupt niemand im Land ernsthaft führt: Sie bricht das reale Problem auf dümmlich-unterkomplexe Vorurteile herunter, wonach nicht etwa asozial-kriminelles Verhalten oder ein archaisch-vorderasiatisches Ehrverständnis Zweifel am Deutschsein wecken – sondern die fehlende Abstammungslinie. „Der Hinweis, dass die Täter deutsche Staatsbürger sind, reicht manchen Menschen nicht aus. Sie bestehen auf detailliertere genealogische Informationen.“ Und prompt kommt sie wieder mit dem uralten Klischee der elterlichen Abstammung um die Ecke:
„Wenn jetzt aber der eigene Vater, sagen wir mit Namen Gerhard Meier, eine jüdische Oma hat, ist er dann noch deutsch oder muss man das Jüdische benennen? Was, wenn die Mutter Hugenottin ist… Was ist mit Monika, Tochter von Russlanddeutschen, die nur Deutsch mit Akzent spricht? Ist sie deutsch? Und was ist mit Monikas Sohn Sascha, den sie mit einem deutschen Mann hat, muss man bei Sascha auch noch die russische Herkunft erwähnen oder ab wann wird diese Angabe hinfällig? Und wie sieht es gar mit künftigen Generationen aus? Mama und Papa sind in Deutschland geboren, heißen aber Canan und Mehmet. Sind ihre Kinder nun deutsch? Oder gilt hier plötzlich die Regel: Deutsch ist, wer deutsche Eltern hat, auf einmal nicht mehr?“
Kaddors Antwort auf all diese Fragen, die gar niemand außer ihr gestellt hat:
„Diese Blut-und-Boden-Ideologie hat nur Leid, Chaos und Willkür zur Folge. Ethnische Reinheit ist ein reines Konstrukt von Rassenfanatikern.“
Thema verfehlt, Frau Kaddor, Thema völlig verfehlt. Wir wissen natürlich, dass dieser haarsträubenden Nonsens dem Versuch dient, jede Kritik an migrations- und sozialpolitischen Fehlentwicklungen der letzten Jahrzehnte als „völkisch“-reaktionäres Gedankengut zu markern, um so eine angebliche Breitenakzeptanz „rechtsextremer“ Positionen zu postulieren. Doch für so dumm lassen sich zum Glück immer weniger Zeitgenossen verkaufen; denn hier geht es nicht um den NPD-„Volks“– bzw. -Abstammungsbegriff der 1980er Jahre und früher. Nein, in Rede steht hier allein die Frage nach Erziehung, Wertevermittlung und – jawohl – der oft geschmähten „Leitkultur“, der sich viele, zu viele migrationsstämmige Deutsche und Ausländer im Land verweigern.

Alleine das Bild zu Kaddors Kolumne ist eine bodenlose Frechheit, t-online-Screenshot
Wir reden nicht über „ius soli“ oder „ius sanguinis“; weder das Geburtsrecht des Bodens noch des Blutes interessieren uns, sondern wer sich zu Deutschland, seinen Gesetzen, seiner Toleranz und seinen Wertvorstellungen bekennt, darf hier gerne dazugehören – egal, woher er kommt. Gerade dies jedoch trifft auf etliche der früheren Ausländer, die man leichtfertig eingebürgert oder mit dem Doppelpass beglückt hat, NICHT zu; auch auf den „deutsch“-türkisch-libanesischen Haupttäter von Augsburg nicht.
Und wir sprechen ihnen das Deutschsein nicht ab, weil ihnen der große Ariernachweis fehlt, sondern weil sie sich hier so verhalten, als sei ganz Deutschland Klein-Bagdad, wo man für falsche Blicke oder kritische Worte „auf die Fresse“ kriegt; wo Frauen entweder „stolz verschleiert“ sind oder als westliches Schlampen-Freiwild gelten; wo Juden Ungeziefer oder „Kuffar“ Menschen zweiter Klasse sind.
Diskussionsverweigerung durch Standard-Phraseologie
Kaddor ignoriert diese Problematik völlig – für sie ist die Benennung des Problem allein Ausdruck von „völkischem Nationalismus“ und „identitärer Erregungszustände“. Doch seit fast 20 Jahren wird Türken, Arabern und anderen Volksgruppen – darunter gewiss viele säkular-aufgeklärte Menschen, aber eben auch etliche Vertreter einer offensichtlichen Problemmigration – ohne JEDE Vorbedingung eines Loyalitätsbekenntnisses zu diesem Staat, ohne irgendeinen Nachweises ihrer kulturellen Adaptionsbereitschaft die deutsche Staatsbürgerschaft nachgeschmissen.
Und wer dann angesichts wachsender Parallelgesellschaften und offensichtlicher Integrationsverweigerung kritisch hinterfragt und wissen möchte, wer heute inzwischen eigentlich so alles „Deutscher“ ist, wird in eine Reihe mit NS-Rassehygienikern gestellt. Eine überfällige und legitime Debatte mit solcher Begriffsklitterung und bösartiger Hetze zu desavouieren und vergiften: Das ist die reinste Volksverhetzung.
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Zum Autor: Daniel Matissek, Jg. 1972, ist freier Journalist, Publizist und Unternehmer. 1990 bis 2004 gab er das regionale Monatsmagazin „t5 Journal“ für Saarland, Pfalz und Rhein-Neckar heraus und verlegte mehrere Theater- und Kulturpublikationen (u.a. „Rotunde“). Neben seiner unternehmerischen Tätigkeit in den Bereichen Vertrieb, Kommunikation und Gastronomie ist er seit 25 Jahren sporadisch als freier Autor und Kolumnist für diverse Periodika, Tageszeitungen sowie als Gastautor für mehrere Online-Magazine tätig. Matissek betreibt einen politischen Facebook-Blog und war deshalb wiederholt von willkürlichen Sperren durch diese Plattform betroffen.
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