Gehirnwäsche in Unterhaltungs-Filmen der Öffentlich-Rechtlichen

Gehirnwäsche in Unterhaltungs-Filmen der Öffentlich-Rechtlichen

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Mittlerweile sind nicht nur die Nachrichtensendungen der Öffentlich-Rechtlichen eine Zumutung, weil sie zu Propaganda- und Desinformations-Formaten verkommen sind. Auch in den Filmen, die produtziert werden, ist der linksradikale Zeitgeist eingezogen. In “Hotel Heidelberg” wird unsere Nationalflagge als “Propaganda” denunziert und im Papierkorb entsorgt. Ein Schelm, wer da an das fatale Vorgehen  unserer Kanzlerin am Bundestagswahlabend 2009 denkt?

Unser Leser Torsten Küllig hat Programmbeschwerde eingelegt, die wir hier dokumentieren :

Westdeutscher Rundfunk

Intendanz z.Hd. Herrn Buhrow

50600 Köln

Programmbeschwerde Serie „Hotel Heidelberg… Vater sein dagegen sehr“

Sendetermin: 22. August 2020, um 13.00 Uhr

Sehr geehrter Herr Buhrow,

hiermit erhebe ich Programmbeschwerde wegen Verstoßes gegen § 90a StGB – Verunglimpfung des Staates und seiner Symbole – im Mittagsprogramm der ARD und wende mich zuständigkeitshalber an Sie, als den aktuellen Vorsitzenden der ARD. Sollte diese Beschwerde in einen anderen Zuständigkeitsbereich fallen, so bitte ich um Weiterleitung dieser Programmbeschwerde.

Am 22. August 2020, um 13.00 Uhr, sendete die ARD die durch die Degeto Film GmbH produzierte Serie „Hotel Heidelberg… Vater sein dagegen sehr“.

https://www.ardmediathek.de/daserste/video/hotel-heidelberg-vater-sein-dagegen-sehr/das-erste/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL2Zlcm5zZWhmaWxtZSBpbSBlcnN0ZW4vMTI5MjM5MzYtYzIzNC00OTJhLWEyM2ItMzIwMDZmZWYwN2Nl/

Bereits ab Minute 15:00 zeichnet sich ein eigenartiges Narrativ der Sendung ab. Eine aus den neunen Bundesländern stammende Männergruppe singt lautstark die inoffizielle Hymne der Brandenburger „Märkische Heide, Märkischer Sand“.

Die Hoteleigentümerin scheint sich aber nicht in erster Linie über die Lautstärke des Gesanges zu beklagen, sondern über den Liedtext.

Zitat: „… im Übrigen höre ich nur ungern irgendetwas über irgendeine eine märkische Heide…“

In der DDR war das Lied wegen seiner Bedeutung in der Zeit des Nationalsozialismus unerwünscht, ab 1952 möglicherweise auch, weil seit der Gebietsreform mit der Abschaffung der Länder und der Schaffung von Bezirken das Land Brandenburg nicht mehr existierte.

Im Oktober 1990 wurde das Lied bei der konstituierenden Sitzung des ersten brandenburgischen Landtages gesungen. Ebenso erklingt das Lied zu offiziellen Anlässen der Landesregierung Brandenburg; so zu Empfängen, aber auch zu Ehrungen von Personen.

Versuche der SPD (1994) und der DVU (2007), dem Lied den Status einer offiziellen Landeshymne zu verleihen, scheiterten im Landtag obwohl der Brandenburger SPD-Ministerpräsident Manfred Stolpe damals erklärte, dass das Lied dazu beitrage, dass sich die Brandenburger mit ihrer Heimat identifizieren können.  https://www.maz-online.de/Brandenburg/Brandenburg-Hymne-feiert-Geburtstag

Der in dem Film konstruierte Bogen zum Nationalsozialismus ist angesichts des geschichtlichen Wandels dieses Liedgutes somit schwer argumentativ abzuleiten.

Schwerlich nachvollziehbar, aber vermutlich auf die mangelnden landmannschaftlichen Kenntnisse des Regisseurs oder Drehbuchautors zurückzuführen, ist weiterhin der Umstand, dass ausgerechnet der Wortführer der „Sängergruppe“ ein Sachsenabzeichen im Revers trägt.

Ab Minute 25:20 beginnt der aus meiner Sicht strafrechtlich relevante Bereich des Filmes.

Mit der Bemerkung „Sowas sehen wir hier eigentlich nicht so gerne“ drückt die Hoteleigentümerin ihr deutliches Missfallen darüber aus, dass auf dem Tisch der „Sängergruppe“ eine schwarz-rot-goldene Deutschlandflagge steht.

Im weiteren Filmgeschehen stellen Hoteleigentümerin und ihr Ehemann eigene Recherchen an, welche zum Ziel haben, die politischen Hintergründe der „Sängergruppe“ zu ermitteln. Dabei kommt heraus, dass es sich offensichtlich um einen national konservativen Verein handelt, der in Verbindung mit einer Burschenschaft* steht. *(Burschenschaften in Deutschland: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Burschenschaften

Ohne qualifizierte Expertise, beispielweise durch Erwähnung im Verfassungsschutzbericht, kommt die einem Tribunal gleichende Gruppe zu dem Ergebnis:

 „Die Typen sind doch auf halber Strecke zwischen Faschos und Neonazis, das sind doch Rechtsnationale, die müssen wir rausschmeißen.“

Auf die rechtlichen Bedenken des Hotelchefs antwortet die Köchin:

„Hier geht es doch nicht um eine rein juristische Frage, so etwas hat man doch im Gefühl oder nicht?“

Als die Hotelchefin dem Gruppendruck eines Rausschmisses der Männer nicht wie gewünscht nachkommt, kommentiert sie das mit den Worten:

„Warum schaut ihr mich so an, als sei ich die kleine Schwester von Eva Braun?“

 

Der von mir als möglicherweise strafrechtlich einzustufende Tatbestand beginnt ab Minute 46.

Dort eskaliert die Situation dergestalt, dass die Seniorchefin des Hotels die auf dem Tisch stehende Deutschlandfahne als „Propagandafeldzug“ bezeichnet und letztendlich in einem Papierkorb entsorgt. Der Tatbestand des § 90 a Absatz 1 StGB https://dejure.org/gesetze/StGB/90a.html scheint auch angesichts des fiktiven Handlungsgeschehens gegeben zu sein, denn die positiv gefärbte Konnotation ist mehr als offensichtlich. Es darf die Frage gestellt werden, warum derartige Entgleisungen in die Unterhaltungsprogramme der ARD Einzug halten und wer dafür verantwortlich ist?

Auf der Grundlage der verfassungsmäßigen Ordnung und der allgemeinen Gesetze sollen die Programme und Angebote der ARD zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung beitragen. Sie sollen das Verständnis für alle Fragen des demokratischen und föderalen Zusammenlebens, sowie Toleranz im Sinne der Achtung von Glauben, Meinung und Überzeugung der Mitmenschen und die Zusammengehörigkeit im vereinten Deutschland fördern.

Eine sachlich und historisch ungenügend recherchierte Story, die Stereotypen Vorschub leistet, Staatsverachtung demonstriert sowie verfassungsrechtliche und rundfunkstaatsvertragliche Vorgaben vernachlässigt, trägt im Wesentlichen nicht zu Bildung und Information bei – von niveauvoller Unterhaltung ganz zu schweigen.

Zur Information der interessierten Öffentlichkeit werde ich diese Programmbeschwerde der Ständigen Publikumskonferenz https://publikumskonferenz.de/forum/ zur Veröffentlichung zur Verfügung stellen.

Mit freundlichen Grüßen

Torsten Küllig

AfD-Chef fordert Rücktritt von Berlins Innensenator


Jörg Meuthen, über dts NachrichtenagenturAfD-Chef Jörg Meuthen hat das Verbot der für das Wochenende geplanten Corona-Demonstrationen verurteilt und verlangt personelle Konsequenzen.

„Ich fordere den unverzüglichen Rücktritt von Innensenator Andreas Geisel (SPD). Als Innensenator Berlins wäre es Geisels Aufgabe die im Grundgesetz garantierte Versammlungs- und Demonstrationsfreiheit durchzusetzen“, sagte Meuthen am Mittwoch.

Stattdessen setze der SPD-Politiker diese über die ihm untergeordnete Versammlungsbehörde außer Kraft und begrüße das öffentlich. „Ein schwarzer Tag für unsere Demokratie, als Innensenator ist Geisel untragbar geworden“, so der AfD-Chef.

Geisel hatte am Mittwoch zum Verbot der Corona-Demos am Wochenende gesagt: „Das ist keine Entscheidung gegen die Versammlungsfreiheit, sondern eine Entscheidung für den Infektionsschutz.“

Man sei noch mitten in der Pandemie mit steigenden Infektionszahlen. Das könne man nicht leugnen. „Wir müssen deshalb zwischen dem Grundrecht der Versammlungsfreiheit und dem der Unversehrtheit des Lebens abwägen. Wir haben uns für das Leben entschieden.“

Foto: Jörg Meuthen, über dts Nachrichtenagentur

Pariser Erzbischof: „Schamlos!“ – Das neue Bioethik-Gesetz Frankreichs

Pariser Erzbischof: „Schamlos!“ – Das neue Bioethik-Gesetz Frankreichs

(www.conservo.wordpress.com)

Von Dr. Juliana Bauer

Frankreich – Verabschiedung des neuen Bio-Ethik-Gesetzes:

 „Medizinische Abtreibung“ bis zur Geburt bei so genannter psychosozialer Belastung, staatlich finanzierte künstliche Befruchtung für lesbische und alleinstehende Frauen (Leihmutterschaft abgelehnt), gentechnische Veränderung von Embryonen, Erzeugung von Mensch-Tier-Chimären

In den frühen Morgenstunden des 1. August stimmte die französische Nationalversammlung für den Entwurf eines Bio-Ethik-Gesetzes, das weitreichende Konsequenzen hinsichtlich der menschlichen Zivilisation haben wird, ein Gesetz, das, innerhalb Europas verabschiedet, auch durchaus Vorbildcharakter für weitere europäische Staaten haben kann und wird. Im Vorfeld gab es natürlicherweise viele Wortmeldungen und Auseinandersetzungen zwischen Gegnern und Befürwortern. Der zu Jahresbeginn vom Senat teilweise noch abgeschwächte Gesetzesentwurf erfuhr durch die Nationalversammlung bis zum letzten Moment vor der Abstimmung etliche Änderungen.

Bevor ich zu diesem Gesetzesensemble eine prominente Stellungnahme vorstelle, sei zunächst auf die Umstände verwiesen, unter denen es im Parlament sage und schreibe „durchgepeitscht“ wurde. Offenbar wählte man bewusst einen Zeitpunkt, als die meisten Franzosen sich im Urlaub befanden und die somit am politischen Geschehen in diesen Wochen wenig Anteil nahmen. Entsprechend wird die Abstimmung auch weithin als „Manipulation“ seitens der Regierung wahrgenommen. Das Ergebnis wies 60 Pro- und 37 Gegenstimmen auf; man bedenke, dass die Nationalversammlung aus insgesamt 577 Abgeordneten besteht. Außerdem wurde die Diskussion willkürlich auf 25 Stunden verkürzt, in denen eine der Hauptgegnerinnen des Gesetzes, die durchgehend präsent war, nicht einmal zu Wort kam. An dieser Stelle erhebt sich die Frage, was eine solch vorgefertigte und manipulierte „Abstimmung,“ die einer ideologischen Diktatur zu unterliegen scheint, überhaupt noch mit dem Wesen einer Demokratie gemein hat.

Auffallend waren für mich in den darauffolgenden Tagen Berichterstattungen der deutschen Presse – im Internet unter den Stichwörtern Frankreich, Bioethikgesetz nachzulesen –, die sich nur auf das Thema „künstliche Befruchtung für lesbische und alleinstehende Frauen“ eingelassen haben, die anderen Entscheide des französischen Parlaments, die von großer ethischer Bedeutung sind, jedoch ausklammerten.

Das ist zum einen die „neue Ausnahme der sogenannten medizinischen Abtreibung bis zur Geburt bei ‚psychosozialer Belastung‘ der Mutter“ – ein Last-Minute-Änderungsantrag, der vom Vorsitzenden der sozialistischen Fraktion vorgelegt und mehrheitlich!!! angenommen wurde. Ein Entscheid, der willkürlich Tür und Tor zum Mord nicht mehr nur am ungeborenen Kind öffnet und den Weg in die Barbarei ebnet.

Das ist zum Anderen die befürwortende Abstimmung zur gentechnischen Veränderung von Embryonen wie die umstrittenen Eingriffe an der embryonalen Keimbahn, einschließlich der Einführung menschlicher Stammzellen in tierische Embryonen, was die Bildung von Chimären ermöglicht und die Grenze von Mensch und Tier verwischen wird. In Deutschland z.B. verbietet das Embryonenschutzgesetz solche Experimente.

Einen Monat vor der Parlamentsabstimmung meldete sich der Erzbischof von Paris, Michel Aupetit, seines Zeichens auch Arzt und Bioethiker, zu Wort, um auf die immensen Gefahren des damals noch ausstehenden Gesetzesentscheids zu warnen. Er veröffentlichte seine Stellungnahme in Le Figaro; sie sei hier in deutscher Übersetzung vorgestellt:

Michel Aupetit, Erzbischof von Paris

(Foto: Diocèse de Paris, paris.catholique.fr)

„Schamlos! Während unser Land gerade eine Gesundheitskrise durchgemacht hat, die es in die Knie zwang, ist es die Priorität der Regierung, das Bioethik-Gesetz in der Nationalversammlung zu verabschieden. Dieses bringt massive Umwälzungen mit sich, welche die Grundlagen dessen, was unsere Zivilisation in Bezug auf die Achtung gegenüber dem Menschen, seiner Würde, seinem Leben und seiner Gesundheit geschaffen hat, schwerwiegend und gefährlich verändern. 

Während die meisten wichtigen Reformen verschoben oder überarbeitet werden sollen, gibt es heute keine andere Dringlichkeit, als dieses Gesetzesensemble in der Unauffälligkeit des Monats Juli (d.h. der Sommerpause/Ferienzeit!) mit Gewalt durchzubringen, Gesetze, die die das eigentliche Wesen unserer Menschheit/unseres Menschseins betreffen. Dies im Namen einer angeblichen Gleichheit, die von Personen gefordert wird, die sich in speziellen Situationen befinden, die, wie der Bericht des Staatsrates sagte, keiner Gleichberechtigung bedürfen. Reden wir also über Gleichheit!

Wir kommen gerade aus drei Monaten Confinement (Beschränkung/Einschränkung unserer Freiheit). Wir sind stolz auf unsere Betreuer, aber zweifellos weniger stolz auf die Art und Weise, wie wir viele alte Menschen behandelt haben. Einige starben, ohne ihre Familie zum letzten Mal gesehen zu haben, andere konnten keine Hygienepflege erhalten oder ein Minimum an Beziehung genießen, das die soziale Bindung aufrechterhält. Zugegebenermaßen handelte es sich zweifelsohne darum, aus Sorge um deren Gesundheit Menschen zu schützen, deren Alter es ihnen nicht ermöglichte, eine längere Zeit auf der Intensivstation zu überleben. Vor allem aber hat die Pandemie die traurige Situation in Pflegeheimen, die oft aus Personalmangel hervorgerufen ist, zusätzlich in den Vordergrund gerückt. In der Zwischenzeit sind umfassende Investitionen in „künstliche Intelligenz“ geplant, während andere über Sterbehilfe diskutieren. Betrachten wir unsere älteren Mitmenschen wirklich als ebenbürtig?

Die Pandemie, der wir gerade entkommen sind, rief uns unsere gemeinsame Verwundbarkeit in Erinnerung, erinnerte an die Notwendigkeit, zu einer gewissen Nüchternheit zurückzukehren, erinnerte an den Wohlstand und gleichzeitig an die Zerbrechlichkeit der familiären Beziehungen – und in diesem Moment beabsichtigt die Regierung, die Diskussion über dieses Bioethik-Gesetz schnell zu beenden, als wäre nichts geschehen. Wir könnten schon von einer gewissen Besessenheit überrascht sein, die Beseitigung von Kindern im Mutterleib (wörtlich: im Leib ihrer Mütter) zu erleichtern, indem Abtreibung in den Zeiten des Confinement (der Coronabeschränkungen) zu einer Priorität gemacht wurde, selbst dann, als kardiovaskuläre Notfälle unerledigt blieben, um die Aufnahme von an Covid-19 erkrankten Patienten zu begünstigen. Eine Besessenheit, die durch bestimmte Änderungsanträge verbreitet wird, die derzeit in einem Sonderausschuss der Nationalversammlung erörtert werden.

Die Kultur des Todes, die über unserem Land liegt, wurde durch die Angst vor dem Tod, welche die Pandemie hervorrief, verstärkt. Hier sind wir wieder einmal mit der Umwälzung der genealogischen Beziehungen beschäftigt, die die Ganzheit einer Person bedingen, mit der Banalisierung menschlicher Embryonen, die als gewöhnliche Verbrauchsgüter ausgewählt, analysiert und weggeworfen werden, mit der künstlichen Herstellung von Gameten (Geschlechtszellen), die von keinem anderen Interesse bestimmt sind, als dem, den Mythos der „nicht-sexuellen“ Zeugung zu befeuern. Wir wissen, dass wir Handel und Industrie wiederbeleben müssen, aber nicht auf Kosten der menschlichen Würde.

Die Entscheidung, den Markt in großem Umfang für Kinder zu öffnen, indem medizinisch unterstützte Fortpflanzung von den Schwierigkeiten der Empfängnis getrennt wird, ist ein schwerwiegender Angriff auf die Würde des Menschen. Diese Entscheidung, die Fortpflanzungsindustrie durch die Fütterung mit immer mehr Embryonen zu fördern, zeigt deutlich die rein wirtschaftlichen Gründe, auf denen dieses Projekt basiert. Ist der menschliche Embryo uns gleichgültig?

Es ist in der Tat die Konsumgesellschaft, die immer wieder die Wünsche der Erwachsenen antreibt, ohne die Konsequenzen für zukünftige Generationen zu berücksichtigen. Bis zu dem Punkt, dass ihnen Gewalt angetan wird. Ist es aber nicht auch Gewalt, wenn wir ein Kind absichtlich eines Vaters berauben, wenn wir bei Mehrlingsschwangerschaften selektive Abtreibungen durchführen, wenn das Kind entdeckt, dass der Embryo, der es gewesen ist, genauso gut nach einer längeren oder kürzeren Gefrierzeit unter dem Mikroskop eines Forschers oder auf einer Mülldeponie hätte enden können? Ist das Kind, das der Allmacht des „Elternprojekts“ ausgeliefert ist, in unseren Augen überhaupt noch ebenbürtig (ein ebenbürtiger Mensch)?

Johannes Paul II. sah bereits vor 25 Jahren die Dringlichkeit, zu bekräftigen, dass „bezüglich des Rechs auf Leben jeder unschuldige Mensch allen anderen absolut gleich ist“, dass „diese Gleichheit“ die Grundlage aller authentischen sozialen Beziehungen ist “und dass es wichtig sei, „jeden Mann und jede Frau als Person und nicht als Sache zu betrachten, über die man verfügen kann“ (Evangelium Vitae, Über den Wert und die Unantastbarkeit menschlichen Lebens, Punkt 57). Während die Pandemie gezeigt hat, dass es notwendig ist, unseren Egoismus durch Solidarität zu überwinden, bleibt die Achtung der gleichen Würde eines jeden Menschen eine Priorität. Es geht insbesondere um das, was (der jüdische Philosoph) Hans Jonas „den zeitlosen Archetypus aller Verantwortung, den der Eltern dem Kind gegenüber “ nannte.

Diese Verantwortung liegt heutzutage wieder bei unseren Abgeordneten. Werden sie den Mut und die Erkenntnis besitzen, die Logik eines „immer mehr“ umzukehren, das finanzielle Schulden anhäuft, aber auch existenzielle Fragen aufwirft, die sowohl die alten als auch die kommenden Generationen betreffen? Diese Fragen müssen von oben aufgenommen werden, ohne sich dem ideologischen Druck oder dem des Marktes zu beugen, der sich unter den Parolen, die keinen Widerspruch dulden, kaum verbergen lässt.

Diejenigen, die uns vertreten, können nicht so tun, als sei nichts passiert. Da die Gesundheitskrise immer noch vorhanden ist, da die wirtschaftliche und soziale Krise das Leben unserer Landsleute noch schwer beeinträchtigt – wir konnten es sehen, als wir uns organisierten, um den am stärksten benachteiligten Menschen zu helfen –, wäre es die Ehre unserer Abgeordneten, dieses unrechte und unsoziale Projekt zu überdenken, um sich auf die wirklichen Probleme der Franzosen zu konzentrieren.“

—–

Veröffentlicht auf: https://www.lefigaro.fr/vox/societe/la-charge-de-l-archeveque-de-paris-contre-le-retour-precipite-des-lois-bioethiques-al-assemblee-20200629 (Die Anklage des Erzbischofs von Paris gegen die beschleunigte Rückgabe bioethischer Gesetze an die Versammlung – 2020 06 29.

Übersetzung: Dr. Juliana Bauer)

Einzusehen auch in: https://www.paris.catholique.fr/-mgr-michel-aupetit-.html

Bystron (AfD): SPIEGEL stürzte österreichische Regierung mit Fake-News

 

Die „Süddeutsche Zeitung“ und „Der Spiegel“ manipulierten ihre Berichterstattung über das sogenannte Ibiza-Video, das HC Strache den Kopf kostete und die ÖVP/FPÖ-Regierung sprengte. Dazu Petr Bystron, außenpolitischer Sprecher der AfD: „Die Berichterstattung durch Süddeutsche und SPIEGEL sind der größte medienpolitische Skandal der Nachkriegsgeschichte!“ BUCHTIPP zum Thema Thor Kunkel: Das Wörterbuch der Lügenpressehttps://www.kopp-verlag.de/a/das-woer… #PetrBystron #HCStrache #DerSpiegel

Seit 2015: 2645 Islam-Terror-Verfahren und 1,3 Mio. Straftaten durch Flüchtlinge

 

Symbolbild/Fotocollage.

Von STEFAN SCHUBERT | Der islamistische Terroranschlag von Berlin hat das Sicherheitsrisiko durch eine fundamental falsche Migrationspolitik wieder ans Tageslicht gebracht. Der 30-jährige Asylbewerber aus dem Irak, Sarmad A., vereinigt in einer Person die desaströsen Auswirkungen der Politik der Bundesregierung: polizeibekannt, abschiebpflichtig, Kontakte ins islamistische Terrormilieu. Der Allahu-Akbar-Terror von Berlin zeigt auch die Willkür und die brutale Ideologie des radikalen Islam auf, deren Opfer jeder Bürger werden kann.

Allein im Jahr 2019 hat die Bundesanwaltschaft 663 Terrorverfahren neu eingeleitet. 400 dieser Verfahren wurden im Bereich islamistischer Terrorismus eröffnet. Wir befinden uns mittlerweile im 5. Jahr der merkelschen »Grenzöffnungen«, wobei die mediale Sprachpolizei versucht, diesen Begriff weitgehend zu tabuisieren.

Wie immer die Bezeichnung auch lauten mag, der 13. September 2015 wird als der Tag in die deutschen Geschichtsbücher eingehen, an dem Angela Merkel der Bundespolizei, vormals dem Bundesgrenzschutz, untersagte, Deutschlands Grenzen – die Identität des Landes –, die Sozialsysteme und im Besonderen die Sicherheit der Bürger zu schützen.

Auf Anfrage des Autors gab die Pressestelle des Generalbundesanwalts (GBA) die Anzahl der islamistischen Terrorverfahren für 2019 bekannt. Mit 400 der insgesamt 663 Terrorverfahren fällt die Mehrheit aller Terrorfälle, explizit 60,3 Prozent, wie in den Vorjahren in den Bereich des islamistischen Terrorismus.

Die Analyse der Terrorzahlen der vergangenen Jahre sagt zudem mehr u?ber die tatsa?chliche Sicherheitslage im Land aus als die unter Manipulationsverdacht stehende Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) aus dem Hause Seehofer.

Der Verlauf des Flüchtlingsstroms und dessen höchst problematischer Anteil an Islamisten und Terroristen lassen sich somit direkt an den Zahlen des Generalbundesanwalts ablesen. Demnach leitete der Generalbundesanwalt seit 2015 insgesamt 2645 islamistische Terrorverfahren ein.

• 2015 wurden 108 Terrorverfahren mit islamistischem Bezug eröffnet.

• 2016 hat sich die Zahl mit 201 islamistischen Terrorverfahren fast verdoppelt.

• 2017 schlägt sich die Flüchtlingswelle mit 1052 Terrorverfahren in der Statistik nieder.

• 2018 wurden 884 islamistische Terrorverfahren dokumentiert.

• 2019 kamen weitere 400 islamistische Terrorverfahren hinzu.

Trotz der 2645 Verfahren zu islamistischem Terror ist es der Bundesregierung nicht zu peinlich, die Mär vom »sichersten Deutschland aller Zeiten« zu verbreiten. Anstatt den Verlust der inneren Sicherheit anzuprangern, übernehmen große Medienhäuser die vorgegebene Sprachregelung des Kanzleramtes meist eins zu eins. Bei diesem journalistischen Offenbarungseid würde man in autoritären Staaten längst von knallharter Regierungspropaganda sprechen anstatt von einer unabhängigen, einzig faktenbasierten Berichterstattung. Nun reicht ein Blick in die Pressemitteilungen des GBA, um zu erkennen, dass Zugewanderte aus Syrien, dem Irak und Afghanistan in großer Anzahl als Terrorverdächtige ins Visier der Sicherheitsbehörden geraten.

Doch die immens gestiegene Terrorgefahr durch muslimische Flüchtlinge zählt zu einem der gro?ßten Tabuthemen im Bereich der inneren Sicherheit und wird sogar negiert.

Als Resümee bleibt festzustellen, dass die islamistische Terrorgefahr in Deutschland extrem hoch bleibt. Jederzeit ist mit weiteren Anschlägen durch Islam-Terroristen zu rechnen.

Bis zu 1,3 Millionen Straftaten durch Zuwanderer

Anders als in zurückliegenden Jahren wurde die Bevölkerung über die alarmierenden Zahlen für 2019 nicht in einer Pressekonferenz durch das Bundesinnenministerium informiert, vielmehr stellte das BKA das Lagebild ohne jeglichen Hinweis auf die eigene Homepage. Das Bundeslagebild des Bundeskriminalamts »Kriminalität im Kontext der Zuwanderung« ist jedoch nicht auf der Startseite zu sehen, sondern erst nach einigen Klicks zu finden. Am 3. März 2020 wurden die Kernaussagen für die ersten drei Quartale 2019 der Zuwandererkriminalität dort als PDF-Download hinterlegt. Ein transparenter Umgang bezüglich der Zuwandererkriminalität seit 2015 sieht sicherlich anders aus.

Der Totalitarismus wird zur neuen Normalität in Deutschland

Jetzt, Mitte August 2020, hat es das BKA noch immer nicht geschafft, die Gesamtzahlen für das Jahr 2019 zu veröffentlichen. Als Zyniker ist man versucht, Verständnis dafür aufzubringen, schließlich ist die Merkel-Polizei voll und ganz damit beschäftigt, Kritiker der Migrationspolitik zu kriminalisieren und zu verfolgen.

Treffend, mit einer geradezu beängstigenden Aktualität für Deutschland, hat es der Literaturnobelpreisträger Alexander Solschenizyn formuliert:

»Ein marxistisches System erkennt man daran, dass es die Kriminellen verschont und den politischen Gegner kriminalisiert.«

Ersetzt man den Begriff »marxistisch« gegen »totalitär«, dann gibt diese Zustandsbeschreibung des Literaturnobelpreisträgers ziemlich exakt den höchst bedenklichen Umbau Deutschlands der vergangenen Jahre wider.

Wie weit diese Transformation in die neue Normalität eines immer totalitären Staates bereits fortgeschritten ist, wird im aktuellen Buch des Autors Vorsicht Diktatur! Wie im Schatten von Corona-Krise, Klimahysterie, EU und Hate Speech ein totalitärer Staat aufgebaut wird, enthüllt, belegt und analysiert.

Die am 3. März 2020 vom BKA veröffentlichten Daten sprechen eine deutliche Sprache und betreffen den Zeitraum 1. Januar bis 30. September 2019.

Die nachfolgenden Daten beziehen sich demnach auf die ersten drei Quartale im Jahr 2019, die Zahlen in Klammern ergeben eine Hochrechnung der Zahlen durch den Autor auf das Gesamtjahr 2019.

Ohne ausländerrechtliche Verstöße haben Zuwanderer/Flüchtlinge in den ersten drei Quartalen 199 625 Straftaten in Deutschland verübt. Auf das Jahr hochgerechnet ist von rund 266 000 Straftaten auszugehen. Darunter befinden sich 47 477 (63 303) Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit. Dabei handelt es sich in fünfundziebzig Prozent der Fälle um Körperverletzungsdelikte. Rauschgiftdelikte werden mit 21947 (29262) Fällen ausgewiesen. Des Weiteren listet das BKA-Dokument 3702 (4936) Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung auf. Eine Berichterstattung über die Häufung der Sexualstraftaten durch Flüchtlinge bleibt im Mainstream größtenteils aus, genauso wie eine öffentliche Verurteilung der Taten durch die Bundesregierung.

Straftaten gegen das Leben, die schwerwiegendste Straftat, die man begehen kann, werden mit 261 (348) angegeben.

Dem Flüchtlingsansturm folgt die Verbrechensflut

Die mehrheitlich muslimische Masseneinwanderung der Gegenwart hat zu einer epidemischen Verbrechenslawine geführt. Dies wird nicht etwa bloß von »bösen Populisten« behauptet, sondern ist belegt durch die Statistiken des Bundeskriminalamtes. Die höchst bedenkliche Zusammensetzung von größtenteils männlich-muslimischen Einwanderern und deren Beteiligung an Straftaten werden in den Lagebildern des BKA durchaus ersichtlich. Straffällig werden laut BKA in erster Linie Afghanen, Iraker und Syrer.

Seit der Grenzöffnung 2015 weist das Bundeskriminalamt rund 1,3 Millionen Straftaten durch Zuwanderer/Flüchtlinge aus. Auf die einzelnen Jahre aufgeschlüsselt, beziffert sich der Kontrollverlust folgendermaßen:

• 2019 (01.01.–30.09.2019): 199 625 Straftaten (auf 2019 hochgerechnet 266 166)

• 2018: 296 226 Straftaten

• 2017: 289 753 Straftaten

• 2016: 293 467 Straftaten

• 2015: 206 201 Straftaten

• Gesamtsumme: 1 285 272 (1 351 813)

Nachzulesen sind die Zahlen für jedermann wie beschrieben unter bka.de und dem Stichwort »Bundeslagebild Kriminalität im Kontext von Zuwanderung«. Eine ausführliche Analyse dieser alarmierenden Fakten und eine Prognose über die zukünftige Sicherheitslage sind im neuen Buch des Autors Vorsicht Diktatur!  zu erfahren.

Bestellinformationen:
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(Dieser Beitrag ist zuerst bei KOPP Report erschienen).

Aufkauf von Staatsanleihen durch EZB teils verfassungswidrig

Aufkauf von Staatsanleihen durch EZB teils verfassungswidrig


verwendete Quellen *)
Weitreichende Entscheidung in Karlsruhe: Der Kauf von Staatsanleihen durch die
Europäische Zentralbank (EZB) verstößt gegen das Grundgesetz – zumindest in Teilen.
Das ist ein historisches Urteil. Der Aufkauf von Staatsanleihen durch die EZB verstößt
teilweise gegen das Grundgesetz, weil Bundesregierung und Bundestag die EZBBeschlüsse nicht geprüft haben. Dieses Urteil verkündete das Bundesverfassungsgericht
in Karlsruhe am Dienstag (5.5.20).
Die Beschlüsse der Notenbank seien kompetenzwidrig ergangen, entschieden die Karlsruher
Richter mit dem am Dienstag verkündeten Urteil. Bundesregierung und Bundestag hätten
durch ihr tatenloses Zusehen Grundrechte verletzt.
Der Senat stellte aber keine verbotene Staatsfinanzierung fest. Die aktuellen Corona-Hilfen
der EZB waren jedoch nicht Gegenstand der Entscheidung. (Az. 2 BvR 859/15 u.a.)
Historisches Verfassungsurteil
Das Gericht stelle erstmals in seiner Geschichte fest, daß Handlungen und Entscheidungen
europäischer Organe offensichtlich nicht von der europäischen Kompetenzordnung gedeckt
seien, sagte Präsident Andreas Voßkuhle bei der Urteilsverkündung. Sie könnten daher in
Deutschland keine Wirksamkeit entfalten.
Das Urteil erging mit sieben zu eins Stimmen. „Bundesregierung und Deutscher
Bundestag sind aufgrund ihrer Integrationsverantwortung verpflichtet, der bisherigen
Handhabung der PSPP (das EZB-Aufkaufprogramm) entgegenzutreten“, heißt es in
dem Urteil.
Zwischen März 2015 und Ende 2018 hatte die Notenbank rund 2,6 Billionen Euro in
Staatsanleihen und andere Wertpapiere gesteckt – den allergrößten Teil über das Programm
PSPP (Public Sector Purchase Programme), auf das sich das Urteil bezieht. Zum 1. November
2019 wurden die umstrittenen Käufe neu aufgelegt, zunächst in vergleichsweise geringem
Umfang von 20 Milliarden Euro im Monat.
Verfassungsrichter stellen sich gegen Europäischen Gerichtshof
Über Anleihenkäufe kommt viel Geld in Umlauf, das heizt normalerweise die Inflation an.
Die EZB strebt mittelfristig eine Teuerungsrate knapp unter 2,0 Prozent an. Denn
stagnierende oder fallende Preise können Verbraucher und Unternehmen verleiten,
Investitionen aufzuschieben. Das kann die Konjunktur bremsen.
Mit ihrem Urteil stellen sich die Verfassungsrichter gegen den Europäischen Gerichtshof
(EuGH). Dieser hatte dem Kaufprogramm im Dezember 2018 gegen massive Bedenken aus
Karlsruhe seinen Segen erteilt. Diese Vorabentscheidung aus Luxemburg sei „schlechterdings
nicht mehr nachvollziehbar“, hieß es in der Entscheidung der deutschen Verfassungsrichter.
Die Deutsche Bundesbank ist der größte Anteilseigner der EZB, mit etwas mehr als 26
Prozent. Entsprechend groß ist ihr Kaufvolumen.
EZB weitete Anleihenkäufe in Corona-Krise noch aus
Wegen der Corona-Pandemie verkündeten nur fünf der acht Richter des Zweiten Senats das
Urteil. Ursprünglich sollte das schon am 24. März passieren. Der Termin mußte wegen der
Ausbreitung des Virus aber verschoben werden.
Um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise abzufedern, hat die EZB ihre
Anleihenkäufe noch einmal deutlich ausgeweitet. Laufende Kaufprogramme wurden
aufgestockt, um 120 Milliarden Euro bis Ende 2020. Dieses Geld soll vor allem in
Unternehmenspapiere fließen. Ein Extra-Krisenprogramm mit 750 Milliarden Euro soll
mindestens bis Jahresende laufen – und bei Bedarf „ohne Einschränkung“ ausgeweitet
werden. Diese Programme waren nicht Gegenstand des Verfahrens.
Anlaß für das Urteil waren vier Verfassungsbeschwerden aus den Jahren 2015 und 2016.
Geklagt hatten unter anderen der frühere CSU-Vizeparteichef Peter Gauweiler sowie die ExAfD-Politiker Bernd Lucke und Hans-Olaf Henkel. Eine weitere Klägergruppe wurde von
dem Berliner Finanzwissenschaftler Markus Kerber vertreten.
*) Verwendete Quellen:
– Nachrichtenagenturen dpa und Reuters
https://www.t-online.de/finanzen/boerse/news/id_87821866/bundesverfassungsgericht-aufkauf-vonstaatsanleihen-der-ezb-teilweise-verfassungswidrig.html
5.5.2020

AUS EINEM TOTENLAND

AUS EINEM TOTENLAND

(www.conservo.wordpress.com)

Vorbemerkung:

Robert Jungk löste mit seinem Bericht über die Nachkriegszustände in Schlesien weltweit Entsetzen aus. Sein unter anderem auf Materialien der Alliierten gestützter Text erschien im November 1945 in der Zürcher „Weltwoche“. Es war der erste Report der Weltpresse über Vertreibungsverbrechen an Deutschen. Sogar im englischen Unterhaus wurde er verlesen. Der jüdische Emigrant und gebürtige Berliner Jungk (1913 bis 1994) publizierte später technologiekritische Bücher und förderte die Anti-Atom-Bewegung.

(Der nachstehende Bericht wurde entnommen aus Spiegel Special 2/2002, 1.06.2002 Polen 1945)

—–

Eine historische Reportage, von Robert Jungk

Es gibt heute in Europa nicht nur einen eisernen Vorhang. Es gibt zwei. Dieser zweite eiserne Vorhang, von dem man nicht spricht und sehr wenig weiß, scheidet die russische Okkupationszone in Deutschland gegen Osten von jenen ehemals deutschen Gebieten, die auf der Potsdamer Konferenz den Polen übergeben wurden und der alliierten Deutschlandverwaltung nicht unterstehen. Jedermann, der diese Grenze, die sich an die Oder- und Neiße-Linie lehnt, überquert hat, wird bestätigen, dass dort die Kontrolle noch viel schärfer ist als an der Grenze, welche die alliierte und die russische Okkupationszone voneinander trennt.

Das hat seinen guten Grund. Man wünscht hier keine Besuche von außen. Denn hinter der Oder-Neiße-Linie beginnt das Land ohne Sicherheit, das Land ohne Gesetz, das Land der Vogelfreien, das Totenland.

Während in der von den Russen okkupierten Zone heute doch eine gewisse Ordnung herrscht und Unrecht mehr zufällig als planmäßig geschieht, regiert in den weiten Gebieten zwischen der früheren deutsch-polnischen Grenze und der Oder die Willkür und die Gewalt.

Als dieses Gebiet den Polen nach den Potsdamer Vereinbarungen zugesprochen worden war, glaubte die ansässige deutsche Bevölkerung zuerst, sie werde sich mit den Polen nicht schlechter oder sogar besser vertragen als mit den Russen. Heute ist es aber so, dass alle Bewohner sich an die kleinen durchziehenden oder da und dort zur Nachschubsicherung stationierten russischen Abteilungen wenden müssen, um Schutz vor den Übergriffen der Polen zu finden.

Wer die polnische Zone verlassen hat und in russisch okkupiertes Gebiet gelangt, atmet geradezu auf. Hinter ihm liegen leer geplünderte Städte, Pestdörfer, Konzentrationslager, öde unbestellte Felder, leichenbesäte Straßen, an denen Wegelagerer lauern und Flüchtigen die letzte Habe rauben. All das und alles, was in den kommenden Zeilen beschrieben werden wird, ist leider wahr. Man mache es sich nicht leicht und tue es als „Gräuelpropaganda“ ab.

Zu oft schon hat man in den letzten Jahren dem unvorstellbar Entsetzlichen nicht glauben wollen, zu oft haben diejenigen, denen Enthüllungen unangenehm sein mussten, sie als „Lügen“ oder „Propaganda“ abgetan.

  • Es ist wahr, dass in dem Ort G. auf öffentlichem Platze Mädchen, Frauen, Greisinnen von Angehörigen der polnischen Miliz vergewaltigt wurden.
  • Es ist wahr, dass auf dem Bahnhof von S. sämtliche Flüchtlingszüge regelmäßig derart ausgeraubt werden, dass die Insassen nackt weiter gen Westen reisen müssen.
  • Es ist wahr, dass in weiten Gegenden Schlesiens kein einziges Kind unter einem Jahr mehr am Leben ist, weil sie alle verhungern mussten oder erschlagen wurden.
  • Es ist wahr, dass in Oberschlesien die von Syphilis angesteckten Frauen als „Behandlung“ einfach einen Kopfschuss erhalten.
  • Und es ist wahr, dass eine Selbstmordwelle durch das Land geht. In einzelnen Orten hat sich ein Zwölftel, in anderen bereits ein Zehntel oder sogar ein Fünftel der Bevölkerung ums Leben gebracht.
  • Es ist wahr, dass in den so genannten Arbeitslagern S. und C. Insassen nächtelang bis zum Hals in eiskaltem Wasser stehen müssen und dass man sie bis zur Bewusstlosigkeit schlägt.

Und warum geschieht das alles? Nun, es ist furchtbar genug: Diese Welle barbarischer Misshandlungen wurde ausgelöst durch das Bemühen der „großen Drei“, das Schicksal der Deutschen im Osten zu mildern. Jawohl, zu mildern!

Die Berichte, die damals über das durch die zwangsweise Evakuation verursachte Elend an die Weltöffentlichkeit gedrungen waren, hatten die Großmächte veranlasst, der polnischen und tschechoslowakischen Regierung die Einstellung der übereilten Zwangsdeportationen zu empfehlen.

Die Tschechen haben diesen Appell befolgt, und die Umsiedlung der Deutschen aus der Tschechoslowakei nach Deutschland und Österreich geht jetzt in geordneter, wenn irgendmöglich menschlicher Weise vor sich.

Anders die Polen. Auch sie stoppten zunächst die Evakuierungen. Aber zugleich taten sie alles, um die deutsche Bevölkerung, die sie los sein wollten, zum „freiwilligen“ Verlassen des neuen polnischen Territoriums zu veranlassen. Das verhältnismäßig noch mildeste Mittel, das die neu angesetzten polnischen Woiwoden und Bürgermeister anwenden, ist die Aushungerung. In dem Städtchen S. werden für die 15 000 deutschen Einwohner nur 7000 Brotrationskarten ausgegeben. Die 8000, die keine Rationierung zugeteilt erhalten, können noch eine Zeit lang durch den Verkauf ihrer Habseligkeiten auf dem schwarzen Markt etwas Brot bekommen, dann bleibt ihnen nur der Hungertod oder – die „freiwillige“ Wanderung nach dem Westen.

Schlimmer noch steht es in Breslau. Dort gibt es überhaupt kein allgemeines Rationierungssystem. Seit der deutschen Kapitulation hat es in Breslau weder Fett noch Fleisch gegeben. Die Bewohner machen Proviantexpeditionen ins Hinterland der Stadt. Sind sie glücklich genug, ein paar Rüben und Kartoffeln zu bekommen, so wird ihnen das meist bei der Rückkehr schon in den Vororten von den polnischen Milizsoldaten wieder abgenommen. Dass die Sterblichkeit unter diesen Umständen enorm ist, kann nicht wundernehmen.

Polnische Beamte, die übrigens infolge der Unordnung in der Breslauer Stadtverwaltung selbst seit Monaten keine Zahlungen erhalten haben, geben ganz offen zu, dass sie hoffen, durch die Hungerdezimierung der deutschen Bevölkerung werde bis Weihnachten das gleiche Ziel erreicht sein, das ursprünglich durch Deportation hatte erreicht werden sollen.

Mindestens ebenso schlimm wie den Hunger empfinden die noch in dieser Zone lebenden Deutschen den Mangel an Sicherheit und Recht. Es gibt keine Instanzen, an die ein Bauer, der von Plünderern überfallen wurde, sich wenden könnte, es gibt keine Polizei, die ihn schützt, keine Richter, die ihm Recht verschaffen könnten. Jedermann muss stündlich und täglich Gewaltattacken auf Gut und Leben erwarten, ohne dass ihm eine Möglichkeit legaler Gegenwehr gegeben wäre. Dass bei solchen Raubzügen auch gerade solche Deutsche leiden mussten, die erwiesenerweise im Kampf gegen die Nazis ihre engsten Verwandten verloren, dass Juden, die in stillen Landkreisen hatten untertauchen können, nun da sie wähnten, gerettet zu werden, von den Polen umgebracht werden, das sind besonders dunkle Schatten auf einem ohnehin schon düsteren Bilde. Zu allem kommt noch Krankheit und Seuche.

Je weiter man von Berlin gegen Osten fährt, desto häufiger sieht man an den Ortseingängen die großen Plakate mit dem in lateinischer und kyrillischer Schrift aufgemalten Warnungswort: TYPHUS!

Die ausgemergelten Körper der Hungernden geben noch Nährboden für den Bazillus ab, und die Seuche entwickelt sich mit der Schnelligkeit eines Waldbrandes im ganzen Gebiete östlich der Oder-Neiße-Linie. Aber es ist ein „Waldbrand“, dem sich auch keine Feuerwehrleute entgegenstellen. Erschütternd lesen sich Berichte aus den Seuchengebieten:

„In St. sind 80 Personen von einer Bevölkerung von 400 an Typhus erkrankt. Keine Medikamente im Dorf. Kein Doktor auf dem Rechtsufer der Oder. Der Sekretär der Caritas in Str. berichtet, dass auch seine Medikamente zur Neige gehen. Da wir durch die Seuche isoliert sind, will uns niemand Nahrungsmittel bringen. Wir können den Kranken nicht helfen. Alles, was wir tun können, ist, sie zu isolieren. Ziemlich alle Dörfer an der Eisenbahnlinie Breslau-Frankenstein sind vom Typhus infiziert.“ Die „Lösung“ in vielen Fällen ist nun, dass man infizierte Ortschaften wie einst im Mittelalter die Peststädte vollständig isoliert. Natürlich ist eine absolute Kontrolle nicht möglich, und so wird der Typhus immer weitergeschleppt. „Da muss doch etwas getan werden.“

Das ist die erste Reaktion eines jeden Menschen, der die Situation im polnisch besetzten Teile Deutschlands sich zu einer immer furchtbareren Katastrophe entwickeln sieht. Leider kann aber nichts getan werden, wenn dieses Gebiet nicht wenigstens ebenso wie die anderen okkupierten Gebiete Deutschlands einer Kontrolle der vier Großmächte unterstellt wird. Solange alles deutsche Gebiet jenseits der Oder, wie das in Potsdam geschah, allein unter polnischer Kontrolle bleibt, wird sich vermutlich nicht viel ändern. Denn da dieses Territorium erst von der kommenden Friedenskonferenz endgültig als polnisch anerkannt werden kann, tun die Polen alles, um in möglichster Eile und Rücksichtslosigkeit ihre „Zone“ im Hinblick auf die endgültige Grenzziehung zu entgermanisieren.

Diejenigen, die vor Hunger, Seuche, Misshandlung und Plünderung aus den von den Polen besetzten Regionen fliehen, haben vor dem Verlassen der polnischen Zone einen Schein zu unterzeichnen, in dem sie erklären, sie seien selbstverständlich aus freiem Willen gegangen. Es soll doch niemand später am grünen Tisch sagen können, dass nicht alles korrekt zugegangen sei!

Wenn etwas für das „Totenland“ jenseits der Oder getan werden kann, dann wird es zuerst und am ehesten von russischer Seite geschehen müssen. Es mehren sich die Zeichen, dass die Russen mit der von den Polen verfolgten Okkupationspolitik keineswegs einverstanden sind und daran denken, den von Polen besetzten Teil Ostdeutschlands wieder in eigene Verwaltung zu nehmen. Denn die Russen können es sich nicht leisten, dass ihr Nachschub aus dem Osten und ihre Verkehrsverbindungen mit der Heimat durch die chaotischen Zustände in der polnischen Zone gefährdet werden. Sie sind zudem der Ansicht, dass der größere Teil der Kritik an der heute in aller Welt so stark angefeindeten Politik in den deutschen Ostgebieten weniger an ihre Adresse als an die der Polen zu richten sei. Ob es allerdings ganz ohne Schwierigkeiten gehen wird, „machine arrière“ zu machen, ist eine andere Frage. „Weiße“ und „rote“ Polen, die sonst heftig gegeneinander intrigieren, sind sich doch in dem Punkte einig, dass die neu besetzten deutschen Gebiete polnisch bleiben sollen.

Die schon seit Wochen bestehende polnisch-russische Spannung, die in Ostpreußen sogar bereits zu bewaffneten Zusammenstößen geführt hat, würde durch einen offenen Konflikt über der Frage der Verwaltung in den deutschen Ostgebieten kritisch verschärft werden.

Zweifellos wird man sich aber auch noch anderwärts mit den Zuständen im „Totenland“ beschäftigen, sobald mehrere Rapporte wie dieser, der, soviel wir wissen, zum ersten Mal die Zustände im polnisch besetzten Deutschland an die Öffentlichkeit bringt, die Aufmerksamkeit der Weltmeinung erregt haben.

Denn es geht hier um noch viel mehr als „nur“ um das Leben einiger Millionen Deutscher, es geht um die moralische Reinheit und Stärke der antifaschistischen Bewegung in der Welt. Wenn alle diejenigen, die Hitler und Mussolini unter großen Opfern bekämpften, um eine bessere Welt aufzubauen, es zulassen, dass ihr Kampf jetzt von Rowdys und Chauvinisten ausgenützt und beschmutzt wird, dann sehen wir keine große Hoffnung für die Zukunft.

Man hat mit Recht den Deutschen vorgeworfen, dass sie in ihrem Glauben an die Mission ihres Vaterlandes so lange die Augen vor den Gräueltaten des Nazismus verschlossen hätten. Sollen die Vorkämpfer der Demokratie später einmal den gleichen Vorwurf auf sich sitzen lassen müssen. Auch wir alle werden „mitschuldig“ sein, wenn wir nicht täglich und stündlich die Schandtaten, die heute im Namen der Demokratie und der Freiheit begangen werden, enthüllen. Nichts anderes wollten diese ersten Zeilen aus dem Land der Vogelfreien, aus dem Totenland jenseits der Oder. © „Die Weltwoche“, Zürich.

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