Beatrix von Storch fordert Rüdigers Rauswurf aus Nationalmannschaft

Von Victoria -7. November 20201463 Teilen

politikstube

Beatrix von Storch hat den Ausschluss von Antonio Rüdiger aus der Nationalmannschaft gefordert. Die AfD-Vize schreibt hierzu auf ihrer Internetseite:

[…] Heute habe ich im Interview mit der Jungen Freiheit den Ausschluss Antonio Rüdigers aus der deutschen Nationalmannschaft gefordert. Der DFB muss umgehend reagieren und Herrn Rüdiger aus dem Kader ausschließen. Er vertritt nicht die Werte der deutschen Nationalmannschaft, sondern tritt sie mit Füßen. Für so jemanden kann in der DFB-Elf kein Platz sein. Hintergrund ist ein Beitrag auf Instagram des MMA-Profis Chabib Nurmagomedow, den Rüdiger mit „Gefällt mir“ markiert hat (MMA = Mixed Martial Arts ist eine Vollkontakt-Kampfsportart.) Darin hetzt der Weltmeister und bekennende Moslem gegen Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron wegen dessen Kampfs gegen den politischen Islam. Unter anderem veröffentlichte Nurmagomedow ein Foto von Macrons Gesicht, auf dem ein Fußabdruck zu sehen ist. Zudem fordert der MMA-Kämpfer, Allah möge Macron und alle, die die Gefühle von Moslems beleidigten, erniedrigen. […]

Mittlerweile hat sich Antonio Rüdiger für sein Like entschuldigt und es gelöscht, schreibt „Junge Freiheit“ und bezieht sich auf einen Bericht der „Bild-Zeitung“. Rüdiger: „Das war ein Fehler. Natürlich sollte man keine Beiträge liken, die in Sprachen verfaßt sind, die man gar nicht versteht. Ich lehne jede Art von Gewalt ab möchte mich deshalb klar von diesen Inhalten distanzieren“

Politikstube: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, dafür braucht es keine fremden Sprachkenntnisse, um den Fußabdruck auf Macrons Gesicht und die Erniedrigung zu erkennen. Die Entschuldigung dürfte eher geheuchelt sein, dafür lässt sein Like umso mehr tief blicken.

Im August 2020 forderte Rüdiger im Kampf gegen Rassismus auch Strafen für diejenigen, die ihn schweigend ignorieren. Personen, die am lautesten fordern, entpuppen sich als die wahren Intoleranten.

Ein Gedanke zu “Beatrix von Storch fordert Rüdigers Rauswurf aus Nationalmannschaft

  1. Artushof 7. November 2020 / 17:04

    An vielen französischen Schulen sei das Gedenken an den ermordeten Lehrer Samuel Paty gestört worden, klagt Bildungsminister Blanquer. Auch die Anzeigen wegen einer Verherrlichung des Terrorismus häufen sich demnach.

    MERKEN
    67
    1 Min.
    Die Schweigeminute zu Ehren des von einem Islamisten enthaupteten Geschichtslehrers Samuel Paty ist an „etwa 400 Schulen gestört worden“. Das hat der französische Bildungsminister Jean-Michel Blanquer am Freitag im Radiosender RTL erklärt. Die Zwischenfälle reichten von leichten Störungen bis zu schwerwiegenden Drohungen oder Beschädigungen, die strafrechtlich verfolgt würden. „Kein Zwischenfall bleibt ohne Folgen“, sagte der Bildungsminister.

    Michaela Wiegel
    Michaela Wiegel

    Politische Korrespondentin mit Sitz in Paris.

    F.A.Z.
    Twitter
    Am meisten betroffen war die einheitliche Mittelstufe (Collège), die in Frankreich von der 6. bis einschließlich der 9. Klasse reicht. 50 Prozent der Zwischenfälle wurden in dieser Altersgruppe registriert. 27 Prozent der Störungen ereigneten sich in der Oberstufe, 21 Prozent an den Grundschulen. Blanquer betonte, dass dieses Verhalten zukünftig nicht geduldet werden könne.

    Seit der Ermordung des Lehrers häufen sich die Anzeigen wegen Verherrlichung von Terrorismus, in 187 Fällen wird ermittelt. Nur einige besonders schockierende Fälle schafften es in die Schlagzeilen. In Marseille wurde ein aus Afghanistan stammender, 14 Jahre alter Schüler in Polizeigewahrsam genommen, nachdem er vor der Schweigeminute bekundete, er hätte es genauso wie der Attentäter gemacht. Die Staatsanwaltschaft hat ein Schulverbot verfügt, weil sich Lehrer und Mitschüler bedroht fühlten, es läuft ein Jugendstrafverfahren gegen den Schüler.

    MEHR ZUM THEMA

    Terroranschlag in Nizza: Polizei nimmt weiteren Verdächtigen fest
    Nach Terroranschlägen: Frankreich will Grenzen besser kontrollieren
    Frankreichs Premierminister: Der Unmut über Macrons Krisenmanager nimmt zu

    In Straßburg ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen zwei zwölf Jahre alte Schüler, die im Unterricht bekundeten, Patys Enthauptung sei „verdient“ gewesen, denn er habe den Propheten beleidigt. In Lyon wurden zwei Jugendliche im Alter von 18 und 19 Jahren im Eilverfahren zu einer Haftstrafe von zwei Jahren verurteilt, davon eine auf Bewährung. Die beiden Jugendlichen mit Einwanderungshintergrund hatten in der Nacht zum 24. Oktober die Fassade einer Grundschule in Lyon mit Drohungen bemalt: „Macht so weiter, wir werden Lehrer und Schüler enthaupten“ und „Den Bürgermeister, das Satanskind, werden wir enthaupten“. Präsident Emmanuel Macron hatte nach dem Anschlag auf den Lehrer versprochen, die Angst im Land werde das Lager wechseln.

    faz

    Liken

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s